Sexualkunde: Christliche Lehrer kritisieren Ministerientext


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Klar gegen ein Inkrafttreten des vom Unterrichtsministerium präsentierten Erlasses zur schulischen Sexualkunde hat sich der Verband „Christliche Lehrerschaft Österreichs“ (CLÖ) ausgesprochen: Der neue Erlass sei im Vorfeld nicht kommuniziert worden, schränke Elternrechte bei der Sexualerziehung massiv ein und lasse „ideologische Vorstellungen von Erziehung“ erkennen. Er könne deshalb „in der aktuellen Form nicht befolgt werden“, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung der Bundesleitung der CLÖ, dem eigenen Angaben zufolge österreichweit 23.000 Lehrer angehören.


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Der neue Erlass stelle eine „Entmündigung des privaten Eltern- und Erzieherrechts“ dar und könne als „erster Schritt zu einer zwangsweise verstaatlichten Kindererziehung“ gesehen werden, hieß es seitens der Christlichen Lehrerschaft. Versucht werde weiters, das Bild der klassischen Familie sukzessive aufzulösen und Absichten eines Gender-Mainstreamings umzusetzen, dessen Vertreter das biologische Geschlecht wie auch natürliche Geschlechterrollen abschaffen wollten. Problematisch sei auch, in der Vermittlung auf eine Zerstörung des Schamgefühls abzuzielen: Als Folgen drohten „Enthemmung auf allen anderen Gebieten, eine Brutalität und Missachtung der Persönlichkeit des Mitmenschen“, zitierte die CLÖ Sigmund Freud.

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