Vatikan: Intoleranz und Diskriminierung im Internet bekämpfen – dann fangt mal an


Paul Tighe – AFP
Der Heilige Stuhl wendet sich gegen einen Missbrauch des Internets zu Zwecken der Ausbeutung und Herabwürdigung von Menschen. Über das Netz werde heute in vielfältiger Weise Diskriminierung und Gewalt gefördert, sagte der Sekretär des Päpstlichen Rates für Soziale Kommunikationsmittel an diesem Mittwoch beim Weltgipfel zur Informationsgesellschaft in Genf.


Radio Vatikan

Deshalb lade der Heilige Stuhl „alle dazu ein, das Verbreiten von Worten und Bildern zu vermeiden, die Menschen herabwürdigen, Hass und Intoleranz fördern, die Würde und Intimität der menschlichen Sexualität verletzten oder die Schwachen und Verletzlichen ausbeuten“, so Paul Tighe. Die Tagung widmet sich den Chancen und Risiken der Informationsgesellschaft. Der Vatikan hatte bereits mehrfach zum Kampf gegen Pornografie im Internet aufgerufen.

Neue Medien können aus Sicht des Vatikans eine wichtige Rolle in der Lösung globaler Problem spielen. Viele der größten Zukunftsbedrohungen vom Klimawandel bis Nahrungsmittelkrisen und von Krieg und Terrorismus bis hin zu Kriminalität seien nur im Dialog und durch gemeinsame Strategien zu bewältigen, so Tighe. Digitale Netzwerke besäßen ein Potenzial zur Förderung der Solidarität unter den Menschen.

 

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