Philosophie-Festival phil.Cologne: Peter Singer empört über Ausladung


Peter Singer im März 2009, Bild: wikimedia.org/CC BY 3.0
Die diesjährige phil.Cologne hat ihren ersten Skandal: Der Veranstalter hat den Bioethiker Peter Singer wegen seiner radikalen Thesen wieder ausgeladen. Der Australier ist fassungslos. Die Festival-Leitung ringt um Erklärungen.


Von Michael Hesse|Kölner Stadt-Anzeiger

Der australische Philosoph Peter Singer hat verärgert auf die Ausladung von dem Philosophie-Festival phil.Cologne reagiert. „Wie können sie sich als Philosophie-Festival bezeichnen, wenn sie zu ängstlich sind, Fragen zu diskutieren, die einige Menschen stören?“, sagte Singer in einem Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „War das nicht immer die Rolle von Philosophen seit den Zeiten von Sokrates?“, fragte er. Der australische Denker hatte erst vor wenigen Tagen in der Berliner Urania einen Preis erhalten, den nach ihm benannten „Peter-Singer-Preis für Strategien zur Tierleidminderung“ eines neu gegründeten gleichnamigen Fördervereins.

Er verwies  darauf, dass er  innerhalb einer Woche eine Reihe von Ehrungen erhalten habe, unter anderem wurde ihm die Ehrendoktorwürde an der Universität in Athen und der Universität von Bukarest verliehen. Auch die New York Times hatte erst vor zwei Tagen ein Interview mit ihm veröffentlicht. „Sie sind weniger ängstlich, kontroverse Themen zu diskutieren als das internationale Philosophie-Festival in Köln“, sagte Singer dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

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