Konservativer Theologe im Streit mit Uni


Der Mainzer Kirchengeschichtler Sebastian Moll machte sich mit seinen Büchern nicht nur Freunde im Kollegenkreis Foto: pro
Der konservative Theologe Sebastian Moll hat der zeitgenössischen Theologie „Political Correctness“ bei Themen wie Homosexualität und Umwelt unterstellt. Die Universität Mainz hat nun seine Habilitationsschrift abgelehnt. Der Betroffene sieht darin ein Politikum.


pro Medienmagazin

Die Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Mainz hat die Habilitationsschrift des konservativen Theologen Sebastian Moll abgelehnt. In einem Brief Ende Mai teilte ihm der Dekan der Fakultät, Sebastian Grätz, mit, dass seine eingereichte Schrift: „Albert Schweitzer. Meister der Selbstinszenierung“ nach knapp einjähriger Prüfung nicht anerkannt werde.

Moll, der Kirchengeschichte an der Uni Mainz unterrichtet, sieht darin ein Politikum. „Der Fakultätsrat hat bereits im vergangenen Juli versucht, die Eröffnung des Habilitationsverfahrens durch juristische Winkelzüge zu sabotieren“, sagte der promovierte Theologe gegenüber pro. Der Rat sei dann aber von der Rechtsabteilung der Universität daran gehindert worden. „Bedauerlicherweise hat diese Erfahrung das Rechtsempfinden der Fakultät aber nicht geschärft, weshalb sie nun versucht, meine Habilitation durch fragwürdige Gutachten zu verhindern“, erklärte Moll auf seiner Facebook-Seite.

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