Arzt: Es ist Nazi-Pädagogik, Babys schreien zu lassen


Bild: WAZ
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Oft hören Eltern den Rat, nicht immer gleich aufzuspringen, wenn das Baby schreit und es nicht zu verwöhnen. Ärzte warnen aber davor, ein Baby brüllen zu lassen. Solche Erziehungsmethoden gehen auf die Nazis zurück.


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Kinder einfach schreien lassen: So lautet ein Rat an viele junge Eltern. Das sei falsch, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ online. Hinter der Empfehlung stecke schwarze Pädagogik aus der Nazizeit.

Damals habe jede Mutter ein Buch mit dem Titel „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ als Erziehungsratgeber bekommen, erklärte Karl Heinz Brisch, Chef der Psychosomatik am Haunerschen Kinderspital in München der „SZ“.

Nazi-Autorin: Schreien kräftigt die Lungen

Die Autorin des Buchs, die Lungenfachärztin Johanna Haarer, habe den Frauen geraten, das Baby ins Bett zu bringen und dann die ganze Nacht nicht mehr in sein Zimmer zu gehen. Sonst werde das Kind verwöhnt, außerdem kräftige sein Schreien die Lungen. Heute sei bekannt, dass sich so das Gehirn der Kinder nicht gut entwickle und das Kind nicht lerne, mit Stress umzugehen.

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