Menschenrechte: Vier erschütternde Fakten über Ägypten


Präsident al-Sisi, Bild: businessinsider.com/bearb.:BB
Präsident al-Sisi, Bild: businessinsider.com/bearb.:BB
Angela Merkel empfängt morgen den ägyptischen Staatspräsidenten al-Sisi in Berlin. Menschenrechtsorganisationen sind entsetzt über die Lage im Land und fordern von der Bundeskanzlerin klare Worte.


Von Kurt Stukenberg|greenpeace magazin

Am Mittwoch wird der ägyptische Staatschef von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin empfangen. Seit sich der ehemalige Verteidigungsminister und General Abdel Fattah al-Sisi im Juli 2013 mithilfe des Militärs an die Macht putschte, hat sich die Menschenrechtslage dramatisch verschlechtert, beklagen internationale Organisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch. 4 Fakten zur Situation vor Ort.

1. Unterdrückung der Opposition
Al-Sisi hat es insbesondere auf die oppositionelle Muslimbruderschaft um den gestürzten Ex-Präsidenten Mursi abgesehen. Die moderat islamistische Gruppe wurde schon zu Zeiten Mubaraks unterdrückt und sieht sich nun erneut systematischer Verfolgung ausgesetzt. Schon eine Mitgliedschaft oder bloß Sympathie für die Gruppe reiche laut Menschenrechtlern aus, um ins Gefängnis zu wandern.

2. Massenverhaftungen
Nach offiziellen Anagaben wurden seit Sommer 2013 rund 22.000 Menschen inhaftiert. Ägyptische Menschenrechtler sprechen aber von mindestens 41.000 Fällen seit dem Amtsantritt al-Sisis. Darunter befinden sich auch 300 Anwälte. Die Verhaftungen seien vor allem politisch motiviert.

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