Niederlage für Abercrombie & Fitch: Muslimin bekommt im Kopftuchstreit gegen Modekette Recht


Weil ein Kopftuch sich nicht mit der Kleiderordnung der Marke vertrüge, hat eine Modekette in den USA die Bewerbung einer jungen Muslima abgelehnt. Diese verklagte das Unternehmen wegen Diskriminierung. Sieben Jahre später bekommt sie nun Recht, obschon sie das Unternehmen zuvor nicht darüber informiert hatte, dass sie eine Ausnahme vom herrschenden Kopfbedeckungsverbot benötige.


Deutsch Türkische Nachrichten

Im Kopftuchstreit mit einer US-Modekette hat eine Muslimin vom Obersten Gerichtshof der USA Recht bekommen. Das Unternehmen Abercrombie & Fitch in Tulsa (Bundesstaat Oklahoma) habe ungesetzlich gehandelt, urteilte der Supreme Court am Montag in Washington. Die Firma hatte eine Bewerbung der Frau 2008 als Verkäuferin abgelehnt, weil sich ihr Kopftuch nicht mit der Kleiderordnung der Marke vertrüge. Das Bürgerrechtsgesetz von 1964 verbiete es, die Frau wegen ihrer Religion zu diskriminieren, begründeten die Richter ihre Entscheidung.

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