Schweiz: Initiative gegen Sexualkundeunterricht fällt im Ständerat durch


Auslöser der Initiative «Schutz vor Sexualisierung im Kindergarten und Primarschule» war der «Sex-Koffer», der Holzpenisse und Geschlechtsteile aus Stoff für den Aufklärungsunterricht an Schulen in Basel verwendete. (Archiv) (Keystone
Der Ständerat lehnt es ab, die Sexualerziehung zur alleinigen Sache der Eltern zu erklären. Die kleine Kammer sprach sich deutlich gegen die Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» aus. Sexualkunde soll Sache der Kantone bleiben.


Blick.ch

Der Entscheid fiel am Montag nach einer relativ kurzen Debatte mit 37 zu 1 Stimmen bei 3 Enthaltungen. Damit folgt der Ständerat dem Nationalrat, der die Initiative bereits im März mit grosser Mehrheit zur Ablehnung empfahl.

Die Diskussion sei schon in der Kommission knapp, aber klar ausgefallen, sagte Géraldine Savary (SP/VD) im Namen der vorberatenden Bildungskommission. Die Initiative stehe quer in der politischen Landschaft, lautete Savarys Fazit.

Den Ausschlag gab die Autonomie der Kantone im Bildungsbereich. Mehrere Redner erklärten, die Volksschule liege in der Souveränität der Kantone und Gemeinden. Dazu zähle auch die Sexualkunde.

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