Unerwarteter Strahlenausbruch eines Roten Riesen


Künstlerische Darstellung des Strahlungsausbruches auf Mira A (rechts) und des Gasstroms zum Begleitstern Mira B (oben links). © Katja Lindblom (CC BY-NC-ND 4.0)
Scharfäugig wie nie zuvor: Zum ersten Mal haben Astronomen Details von der Oberfläche eines Roten Riesen zu sehen bekommen. Der mit dem Radioteleskop ALMA beobachtete Strahlenausbruch auf dem Stern Mira A kommt dabei überraschend: Für dieses Stadium eines Sterns haben Astronomen solche Aktivitäten bisher nicht erwartet – sie sind eher typisch für Sterne wie unsere Sonne. Das Mira-Doppelsystem liefert jedoch auch einen Eindruck davon, wie die Zukunft der Sonne aussehen könnte.


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Rote Riesen wie der Stern Mira A sind extrem wichtig für das „Ökosystem“ unserer Heimatgalaxie: Wenn diese Sterne das Ende ihres Lebens erreichen, stoßen sie ihre äußeren Schichten explosionsartig ab. Diese dabei entstehenden Planetarischen Nebel enthalten schwere Elemente, die zuvor durch Kernfusion in den Sternen entstanden sind. Dazu gehören auch Kohlenstoff, Sauerstoff und Stickstoff, aus denen etwa unsere Körper bestehen. Die Elemente in diesen Resten ehemaliger Sterne liefern schließlich das Material für neue Sterne und Planeten.

Blick auf die Zukunft unserer Sonne

Mira A ist wahrscheinlich schon seit dem Altertum bekannt und ist namensgebend für die ganze Klasse der Mira-variablen Sterne. Diese schwanken stark in ihrer Helligkeit: In seiner hellsten Phase ist Mira A mit bloßem Auge leicht im Sternbild Wal zu sehen. In der dunkleren Phase braucht man dafür ein Teleskop.

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