Frankreich: Kommission fordert Ein- und Ausreisebeschränkungen


Die Kommission fordert mehr Personal für Spezialermittler und Staatsanwälte – mehr als die Hälfte aller jungen Franzosen, die sich dem Dschihad anschließen, sei polizeilich zuvor nicht erfasst gewesen. (picture alliance / dpa / Joel Le Gall)
Dem Kampf gegen den IS hatte sich Frankreich bereits vor den Anschlägen in Paris im Januar angeschlossen. Auch ein Bericht über die Bedrohungslage im Land wurde schon Ende 2014 in Auftrag gegeben. Kurz vor der Anti-IS-Konferenz in Paris nennt die zuständige Untersuchungskommission nun Fakten und Forderungen.


Von Ursula Welter|Deutschlandfunk

  1. Januar 2015, die französische Nationalversammlung tagt. Parlamentspräsident Bartolone verliest die Namen der 17, die eine Woche zuvor ermordet worden waren. Die Attentäter, Charif und Said Kouachi und Amédy Coulibaly, waren in Frankreich aufgewachsen, waren in Frankreich in islamistische Kreise geraten.

An diesem Tag gedenken die Parlamentarier der Opfer, bevor sie mit großer Mehrheit beschließen, dass Frankreich seinen Militäreinsatz im Irak gegen die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ fortsetzt. 488 Ja-Stimmen, eine Nein-Stimme. Luftangriffe im Irak, Unterstützung der gemäßigten Kräfte in Syrien: Frankreich exponiert sich auch militärisch im Kampf gegen den islamistischen Terror.

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