Myanmar: Gefängnis wegen Beleidigung des Buddhismus


Bild: brightsblog
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Der burmesische Autor Htin Lin Oo ist wegen Beleidigung des Buddhismus zu zwei Jahren Haft mit Zwangsarbeit verurteilt worden. Die Verurteilung erfolgte aufgrund einer Rede im Oktober 2014, in der er den Rassismus seiner Landleute gegenüber der muslimische Minderheit der Rohingya kritisiert hatte. Dabei war er vor allem auf radikale Gruppen eingegangen, die den Buddhismmus als Feigenblatt für Vorurteile und Diskriminierung nutzen.


Von Gerald Jatzek|Wiener Zeitung

„Buddha war kein Burmese, kein Shan oder Karen – wenn ihr extreme Nationalisten sein wollt und eure Rasse so verteidigen wollt, dann sagt nicht, ihr seid gläubige Buddhisten“, hatte Htin Lin Oo gesagt. Nach seiner Verhaftung im Dezember 2014 lehnte das Gericht mehrmals eine Freilassung auf Kaution ab. Auch die Tatsache, dass er sich im Jänner bei buddhistischen Mönchen entschuldigte, falls er ihre Gefühle verletzt habe, rettete ihn nicht vor einer Anklage wegen Verletzung religiöser Gefühle. Afgrund des Verfahrens verlor er auch den Posten als Sprecher der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) von Aung San Suu Kyi.

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2 Comments

  1. Es ist die klassische Methode, der Überbringer schlechter Nachrichten ist immer schuld und wird bestraft – noitfalls auch hingerichtet.

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  2. Aha, wenn sich jemand wie ein Riesenarschloch benimmt und behauptet, er benähme sich wie ein Riesenarschloch, weil das Buddhismus sei, und ein anderer sagt, wenn du dich wie ein Riesenarschloch benimmst, dann berufe dich nicht auf den Buddhismus, dann beleidigt nicht das Riesenarschloch den Buddhismus, sondern der, der dem Riesenarschloch abspricht, Buddhist zu sein. Das Riesenarschloch ist also ein buddhistisches Riesenarschloch.

    Wenn jetzt die Buddhisten weltweit nicht aufschreien, kann ich daraus nur folgern, dass man wohl ein buddhistisches Riesenarschloch sein muss, wenn man den Buddhismus nicht beleidigen will… Irgendwie hatte ich das bisher anders verstanden.

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