Frau nennt Ägyptens Präsidenten in Berlin einen Mörder


Eine offensichtliche Regimegegnerin wird nach der Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und dem ägyptischen Präsidenten al-Sisi von Sicherheitsleuten weggedrängt© Bernd von Jutrczenka/DPA
Kritik an der Todesstrafe und dann auch noch das: Eine Frau hat bei der Pressekonferenz von Angela Merkel und Al-Sisi, den ägyptischen Präsidenten „Mörder“ genannt. Journalisten gerieten aneinander.


stern.de

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die strategische Bedeutung Ägyptens für den Frieden im Nahen Osten und für den Kampf gegen den islamistischen Terrorismus hervorgehoben. Nach einem Gespräch mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi in Berlin sicherte Merkel Ägypten Unterstützung zu. Deutschland werde alles tun, damit sich das Land stabilisieren und wirtschaftlich florieren könne. Die Kanzlerin kritisierte aber auch die hohe Zahl von Todesurteilen in Ägypten. „Deutschland lehnt die Todesstrafe ab“, sagte sie.

Al-Sisis Regime ist wegen zahlreicher Menschenrechtsverletzungen und Einschränkungen der Bürgerrechte umstritten. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Merkel und Al-Sisi im Kanzleramt kam es zu Tumulten.

Frau wurde abgeführt

Eine Gegnerin des Präsidenten bat nach Ende der Pressekonferenz lautstark darum, eine Frage stellen zu können. Als diese nicht mehr zugelassen wurde, schrie sie, Al-Sisi sei ein Mörder. Die ägyptische Presse-Delegation schrie im Chor zurück: „Es lebe Ägypten, es lebe Ägypten.“ Dabei deuteten die ägyptischen Medienvertreter wütend auf die Frau, die abgeführt wurde.

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