Team Gotteswahn in Stuttgart


35. Deutscher Evangelischer Kirchentag
35. Deutscher Evangelischer Kirchentag
Am Mittwochabend beginnt der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag in Stuttgart mit drei zentralen Gottesdiensten und einem Grußwort von Bundespräsident Joachim Gauck. Zu den Feiern unter freiem Himmel werden bis zu 200.000 Gläubige erwartet. Anschließend präsentiert sich bei einem „Abend der Begegnung“ in der Innenstadt die regionale Kirche den Gästen aus der Ökumene und aus aller Welt. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Friedensnobelpreisträger Kailash Satyarthi und Ex-UN-Generalsekretär Kofi Annan werden in Stuttgart erwartet. Lose in den Kirchentag integriert – und von liberalen Kirchenmitgliedern kritisiert – findet auch ein „Christustag“ statt.


kathweb

Am Donnerstag früh geht es dann richtig los: Bei Bibelarbeiten kann man Politiker wie Finanzminister Wolfgang Schäuble, Unternehmer wie Staubsaugerproduzent Johannes Kärcher oder Theologinnen wie die frühere EKD-Ratspräsidentin Margot Käßmann erleben. „Klug handeln mit dem Mammon“, „Klug sein angesichts der Unergründlichkeit des Lebens“ und „Kluge junge Frauen“ – so lauten am Donnerstag, Freitag und Samstag die Überschriften für das Herzstück des Kirchentages.

Beobachter erwarten an dem Kirchentag starke konservative Signale, weil es in der gastgebenden württembergischen Landeskirche ein entsprechendes Lager gibt. Das stärkste Zeichen könnten die Evangelikalen am Donnerstag setzen. Dann halten sie ihren traditionellen „Christustag“ ab, ein missionarisches Event mit Popmusik und Predigten. Es findet erstmals auf dem Kirchentag ab, sodass die Evangelikalen manchen Besucher zu sich herüberziehen könnten. Auftreten wird dort auch ein Vertreter der messianischen Juden, die dem offiziellen Kirchentag ein Dorn im Auge sind.

Das Kirchentagspräsidium lehnte den Auftritt ab, ebenso EKD-Ratsvorsitzender Bischof Heinrich Bedford-Strohm. Die EKD sieht darin eine Judenmission, die dem biblischen Zeugnis von Gottes bleibendem Bund mit Israel widerspreche. Deshalb dürfen sich die messianischen Juden im offiziellen Kirchentagsprogramm nicht präsentieren, sondern nur einmal mit Kritikern diskutieren. Aber beim halb integrierten „Christustag“ der Evangelikalen können sie sich darstellen.

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1 Comment

  1. Das einzig brauchbare an dem aufgebauschten Schwachsinn ist der Leitspruch. „Damit wir klug werden…!“ Damit bestätigen die ja unbewusst ihre individuelle, geistige Inaktivität. Was muss denn noch alles passieren bis die tatsächlich mal klug werden ?

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