Wirres vom Dom-Dechanten: Im Kölner Dom sei freie Religionsausübung möglich


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Domdechant Kleine: «Jeder hat das Recht auf Kritik und freie Meinungsäußerung, aber nicht im Dom, und schon gar nicht während eines Gottesdienstes» – Das Gericht habe mit dem Urteil auch den Schutz der freien Religionsausübung gestärkt


kath.net

Der Kölner Domdechant Robert Kleine hat das Urteil gegen Polit-Aktivistin Josephine Witt wegen ihres Nackt-Protestes im Kölner Dom begrüßt. Das Kölner Landgericht hatte die 21-Jährige am Dienstag auch in zweiter Instanz wegen grober Störung der Religionsausübung in der Weihnachtsmesse 2013 verurteilt.

«Jeder hat das Recht auf Kritik und freie Meinungsäußerung, aber nicht im Dom, und schon gar nicht während eines Gottesdienstes», sagte Kleine am Mittwoch auf Anfrage in Köln. Es sei zu begrüßen, dass das Gericht mit dem Urteil auch den Schutz der freien Religionsausübung gestärkt habe. «Das muss für alle Religionen gelten», sagte der Hausherr von Deutschlands größter Kathedrale.

Die Aktivistin war am Ersten Weihnachtstag 2013 während einer Messfeier mit dem inzwischen emeritierten Kardinal Joachim Meisner an dessen 80. Geburtstag auf den Altar gesprungen. Sie entblößte ihren Oberkörper, auf dem «I am god» (Ich bin Gott) stand. Zudem skandierte sie das antichristliche Glaubensbekenntnis der Femen-Bewegung. Von dieser hat sich Witt nach eigenen Angaben inzwischen losgesagt.

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