Israel: Kabinett der Chaoten


© Flash 90 Größer als die letzte: die neue Regierung
Die Besetzung der Ministerposten nach der Wahl sorgt für Unverständnis

Von Sabine Brandes|Jüdische Allgemeine

Der Tourismusminister ist gleichzeitig Chef der Polizei, der Einwanderungsminister auch der von Jerusalem, die Justizministerin ist gänzliche Newcomerin im Ressort, und der Wissenschaftsminister hat noch nie etwas mit Wissenschaft zu tun gehabt. Einen Außen-, Gesundheits- und Kommunikationsminister gibt es im Grunde nicht, dafür zwei Minister ohne Portfolio. Das Kabinett der 34. Regierung ist geprägt von einem wochenlangen Geschacher um Posten.

Hier wurde ein Minister hinzugefügt, dort einer von einem Posten abgezogen, den er erst vor zwei Wochen eingenommen hatte. Bis vor wenigen Tagen war das Kabinett unvollständig, selbst die Tageszeitungen kamen nicht mehr mit, zu erklären, wer in Jerusalem nun eigentlich wofür zuständig ist. Jetzt, mit dem jüngsten Rückzug des Likud-Abgeordneten Benny Begin, scheinen die Besetzungen endlich beendet – mehr als zweieinhalb Monate nach den Wahlen.

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