Verfassungsschützer: «Dschihad wird eine Familienangelegenheit»


Seit Anfang des Jahres steige der Anteil der Frauen, die nach Syrien ausreisen – auch mit kleinen Kindern. (Foto: Flickr/ Family walk by Thomas Leth-Olsen CC BY 2.0)
Die Keimzelle für islamistische Gefahr ist oft nicht das zentral gesteuerte Terrornetzwerk, sondern die Familie. Die Gefahr geht nicht nur von Netzwerken aus, es sind auch Einzeltäter. Mittlerweile richtet die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ihre Propaganda verstärkt auf Frauen und Kinder aus.

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Diese Variante der Radikalisierung werde bei Salafisten zunehmend beobachtet, sagte der Chef des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Burkhard Freier, dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Düsseldorfer Landtags. «Der Dschihad wird sowas wie eine Familienangelegenheit.»

Nicht erst mit dem Ende April vereitelten islamistischen Terroranschlag in Hessen sei deutlich geworden: «Die Gefahr geht nicht nur von Netzwerken aus, sondern auch von Einzeltätern.» Dabei werde die Szene immer häufiger im Rahmen von Ehe und Familie aktiv. Die Fahnder hatten in Hessen ein Islamisten-Paar festgenommen, das möglicherweise einen Anschlag auf ein großes Radrennen um Frankfurt geplant hat. Die Chemikalien für eine Bombe hatte es gemeinsam mit seinen beiden kleinen Kindern im Baumarkt besorgt.

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