Bleibt die Ehe die Ehe?


Mit dem Ja zur Homo-Ehe in Irland ist auch die Debatte in Deutschland neu entfacht Foto: Jason Hutchens / Wikipedia | CC BY 2.0
„Braucht Deutschland die Ehe für alle?“ Mit dieser Frage beschäftigt sich die Süddeutsche Zeitung in ihrer Samstagsausgabe. Der Bundesvorsitzende der Lesben und Schwulen in der Union, Alexander Vogt, plädiert dafür, der Chefredakteur des Schwulen-Magazins „Männer“, Paul Schulz, dagegen. Unterdessen wurde eine Petition gestartet, die sich gegen die „Ehe für alle“ richtet.

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Alexander Vogt findet, dass erst ein Gesetz etwas in den Köpfen der Menschen ändere. Dieses signalisiere ein gleiches Recht für alle und stehe für die Liberalität der Gesellschaft. Der Bundesvorsitzende der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) lehnt ab, dass der Staat einem Teil seiner Bürger das Recht zu Heiraten, vorenthalte. Den Kindern einer gleichgeschlechtlichen Beziehung fehle es an nichts.

Völlig ungeeignet

Vogt vergleicht die gesetzliche Regelung mit der Einführung des Frauenwahlrechts. Auch dort habe es zuhauf kritische Stimmen gegeben. Heute habe die Macht des Faktischen gesiegt. Er wünsche sich, dass in Deutschland ein Umdenken stattfinde und ärgere sich zugleich, dass Deutschland noch nicht so weit sei. Es gehe darum, die Leute – im Kopf – mitzunehmen: „Je eher ihr mit dafür sorgt, uns Homosexuelle rechtlich gleichzustellen, desto eher können wir aufhören, über das Thema zu reden“, findet Vogt.

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