Polizeischutz für Lebensschutzdiskussion im ‚Kölner Domforum‘


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CDU-Politiker Bosbach und der emeritierte Kardinal Meisner bei Podiumsdiskussion – Bosbach wundert sich, dass die hohen Abtreibungszahlen „nicht zu lebhaften politischen Debatten“ führten – Meisner für Teilnahme von Bischöfen am Marsch für das Leben


kath.net

Nur etwa ein Dutzend Demonstranten hatten sich gegen die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion im „Kölner Domforum“ versammelt. Doch wegen dieser Demonstranten war Polizeischutz nötig, wie das „Domradio“ in einem Hinweis der Redaktion feststellte. Die Diskussion wurde vom Katholischen Bildungswerk Köln, den Christdemokraten für das Leben (CDL) Köln und der ALfA Köln veranstaltet. Die Diskussion wurde vom „Domradio“ übertragen.

Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages, erläuterte in seinem Eingangsstatement: „Wir erleben es in diesen Tagen wieder, dass wir zum Thema Lebensschutz leidenschaftliche Debatten im Deutschen Bundestag führen. In den nächsten Wochen allerdings nicht im Hinblick auf das nicht oder noch nicht geborene Leben, sondern im Hinblick auf das Lebensende. Ob eine Gesellschaft, die sich gerne ‚human‘ nennt, tatsächlich eine humane Gesellschaft ist, entscheidet sich in erster Linie daran, wie wir mit denen umgehen, die in besonderer Weise des Schutzes bedürfen. Das ungeborene Leben kann sich nicht als Lobbyverband organisieren und die eigenen Interessen gegenüber der Politik vertreten. Die Menschen, die auf Palliativmedizin angewiesen sind oder auf die Betreuung ambulanter oder stationärer Hospizarbeit, die können nicht ihre Interessen so mächtig bündeln wie der Gewerkschaftsbund, wie der Sport, wie die Industrie und andere Interessensverbände und deshalb muss sich die Politik in besonderer Weise ihnen verpflichtet fühlen.“ In der Abtreibungsfrage, so erläuterte Bosbach, seien seiner Einschätzung nach derzeit keine neuen Initiativen zu erwarten. Man sollte aber durchaus den Gedanken mit nach Berlin nehmen, diesen Gedanken einen höheren Stellenwert einzuräumen.

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1 Comment

  1. „Christliche Nächstenliebe“ = Die Steigerungsform von „Heuchelei“.
    (Diese Feststellung ist allerdings nichts Neues.) Nur Menschen die geboren werden und denen man die Angst vor der Endlichkeit einimpfen kann, bringen Macht und Geld.

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