Slenczka AT-Kritik hat im christlich-jüdischen Dialog ‚viel zerstört‘


Bild: wikimedia.org/PD
Evangelischer Landesbischof Meister hat Äußerungen des Theologieprofessors Notger Slenczka zur Bedeutung des Alten Testaments heftig kritisiert. Slenczka behauptet, das AT dürfe nicht zum biblischen Kanon gehören

kath.net

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat Äußerungen des Berliner Theologieprofessors Notger Slenczka zur Bedeutung des Alten Testaments heftig kritisiert. Slenczka behauptet, es habe den gleichen Status wie die Apokryphen (außerbiblische Schriften) der Lutherbibel und dürfe somit nicht zum biblischen Kanon gehören. Er hat damit laut Meister im jüdisch-christlichen Dialog „unglaublich viel zerstört“. „Er hat nicht nur ein Glas vom Tisch gestoßen, sondern gleich das ganze Tischtuch weggerissen“, sagte Meister in einer Veranstaltung zur Zukunft des jüdisch-christlichen Dialogs. Der christliche Glaube müsse sich an den Texten der ganzen Bibel festmachen. Meister beklagte zugleich, dass man bei diesem Dialog auch nach 50 Jahren immer noch am Anfang stehe: „Wir hören in unserem Gemeinden immer wieder das gleiche.“ Ein Beispiel dafür gab der Rabbiner Julian Chaim Soussan (Frankfurt am Main). So werde von Christen oft vorgebracht, dass der Gott des Alten Testaments gewalttätig sei, aber der des Neuen Testaments friedlich. Dafür werde auf Bibelverse wie „Auge um Auge, Zahn und Zahn“ hingewiesen. Doch dieser Vers beschreibe keine Haltung Gottes, es gehe vielmehr um ein Regelwerk für Menschen in Rechtsstreitigkeiten.

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