Vergebung ermöglichte Neuanfang nach dem Krieg


Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm (Foto: EKD
Das „Geschenk der Vergebung“ hat nach den Worten des EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm den demokratischen Neuanfang Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg ermöglicht. „Die Zig-Millionen Toten, die Deutschland verursacht hatte, blieben nicht einfach an uns kleben“, sagte der bayerische Landesbischof am Freitag in einer Bibelarbeit auf dem Kirchentag in Stuttgart.

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„Nicht die Verdrängung war es, die das ermöglicht hat, sondern die Bereitschaft, der eigenen Schuld ins Auge zu sehen. Und die Bereitschaft der anderen, uns zu vergeben und uns die Chance für einen Neuanfang zu geben“, sagte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter Verweis auf das Ende des Weltkriegs vor 70 Jahren.

Der Theologe erinnerte auch an die Bereitschaft der Kirchen, die eigene Schuld zu bekennen. Dies sei im Stuttgarter Schuldbekenntnis vom Oktober 1945 formuliert worden. „Weil das Dunkle beim Namen genannt wurde, war der Neuanfang möglich“, sagte Bedford-Strohm. „Die Freude, von der die Bibel spricht, weiß auch von unserer Schuld.“