Falsch bleibt falsch – zu Singers Ausladung von der phil.Cologne


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Die Ausladung Peter Singers von der phil.Cologne erhitzt weiter die Gemüter. Programmleiter Wiebicke hatte im KStA seine Entscheidung verteidigt. Thomas Grundmann von der Uni Köln bezeichnet die Begründung als inakzeptabel. Eine Replik.

Von Thomas Grundmann|Kölner Stadt-Anzeiger

In der letzten Woche haben 22 Philosophieprofessoren aus Deutschland deutlich gegen die Ausladung Peter Singers von der phil.COLOGNE protestiert. Jürgen Wiebicke, einer ihrer Programmleiter, hat in der Samstagsausgabe des KSTA nun darauf geantwortet. Als einer der Initiatoren des Protestes hat mich die Antwort von Wiebicke zunächst verblüfft, dann aber auch zunehmend verärgert. Daher halte ich es für unumgänglich, noch einmal persönlich Stellung zu nehmen.

Was mich verblüfft hat: In dem Protestschreiben haben wir kritisiert, dass die Ausladung Singers von der phil.COLOGNE opportunistisch gewesen sei und gegen fundamentale Prinzipien philosophischer Redefreiheit und Diskussionskultur verstoße. Für erwähnenswert halte ich hierbei, dass einige der Unterzeichner Singers inhaltliche Positionen gar nicht teilen. In Reaktion darauf sagt Wiebicke nun: Er habe Singer eingeladen, weil er nicht damit gerechnet habe, dass Singer seinen „großen moralischen Irrtum“ zu Fragen der Bioethik nach Jahrzehnten „wieder ausgraben“ würde (wie im NZZ Interview geschehen).

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