Blick in die Vergangenheit des Universums


SDP.81, durch die Gravitationslinse betrachtet (Bild: ALMA (NRAO/ESO/NAOJ); B. Saxton NRAO/AUI/NSF)
Stellen Sie sich vor, Sie könnten sich selbst fotografieren, als Sie nicht 40, sondern 6 Jahre alt waren. Und das sogar noch mit einer Schärfe und Auflösung, die Kameras in Ihrer Kindheit gar nicht besaßen. Tatsächlich ist selbst ein Blick in den Spiegel aus 50 Zentimetern Entfernung eine kleine Reise in die Vergangenheit: Denn was Sie sehen, passiert gar nicht exakt in diesem Moment, sondern ist in Wahrheit schon 3 Nanosekunden her. Das ist die Zeitspanne, die das Licht von ihrem Gesicht zum Spiegel und zurück zu Ihren Sehnerven gebraucht hat.

Von Matthias Matting|TELEPOLIS

Um sich selbst weiter in der Vergangenheit zu sehen, ist der Spiegel leider viel zu nah. Astronomen hingegen haben immer mit dem Problem riesiger Entfernungen zu kämpfen. Was normalerweise die Erkenntnis der Welt erschwert, kann sich hier als Vorteil erweisen. Denn die Betrachtung eines Milliarden Lichtjahre entfernten Himmelsphänomens verrät uns, wie das Universum vor ebenso vielen Jahren beschaffen war. Das macht die Forscher neugierig auf möglichst weit entfernte, zugleich aber möglichst helle Objekte, etwa Quasare.

Manchmal jedoch haben die Astronomen auch Glück. Masse verzerrt den Raum, das wissen wir seit Einstein. Gerade Linien sind dann nicht mehr gerade. Auch das Licht folgt dieser Verzerrung, nimmt also unter Umständen große Umwege auf sich. Große Massen verzerren den Raum stärker als kleine.

Aus der Optik wissen wir, was sich mit geänderten Lichtwegen anstellen lässt: Es lassen sich Linsen daraus konstruieren, durch die kleine Objekte optisch größer aussehen. Allerdings haben die Astronomen die Konstruktion ihrer Linsen nicht selbst in der Hand. Sie müssen darauf warten, bis sich eine passende Konstellation findet.

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1 Comment

  1. Dabei ist doch für alle Ewigkeit klar, vor 6018 Jahren hat der himmlische Zombie die flache Erdenscheibe als Zentrum der Welt geschaffen. Die geistige Brillianz dieser Erkenntnis erinnert mich immer wieder an den gescheiterten Bäckerlehrling als Ausbilder bei der Bundeswehr. Der erklärte
    „Dies ist das Doppelfernglas, Optik ist wenn das Licht da durchgeht“

    Solche Geistsriesen sind durchweg gläubige Relioten als RKK Gelehrte wie Nikolaus von Oresme (1330-1382 n.C.) und Nicolaus Cusanus (1401-1464 n.C.), die verkünden die Menschen werden durch die Erdrotation einer Kugel in den Himmel geschleudert oder fallen von der unteren Erdhälfte runter, die Erde ist ganz sicher eine flache Scheibe.

    Den Sternenhimmel, den wir nachts bewundern, der existiert real nicht. Es ist eine Anordnung von Objekten als Fixion, deren heutige Existenz und Position unbekannt ist. Da sieht man eine Galaxie existent vor 9 Milliarden Jahren, heute ist die ganz woanders oder sie existiert nicht mehr. Gleich nebenan ist vor 3 Millarden vielleich eine riesige Supernova entstanden, nur die werden unsere Nachfahren in 155,000 Generation erstmalig sehen können- wenn es sie dann noch gibt.

    Trotzdem ist der nächliche Sternenhimmel sehr schön anzuschauen

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