Keine Disziplinarmaßnahmen gegen „Morddrohungstheologen“


Die Philipp-Holzmann-Schule in Frankfurt, an der Stoodt Schulpfarrer ist. Foto: Larsten Ratzke. Lizenz: CC0 1.0
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hält Äußerungen wie Pfarrer Stoodts Tweet gegen Ronja von Rönne in Sozialen Netzwerken für üblich


Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Ende Mai twitterte der evangelische Pfarrer Hans Christoph Stoodt über die Bachmannpreiskandidatin Ronja von Rönne: „‚Adel ist was für die Laterne‘ Ça ira, #Bachmannpreis, Ça ira, von Rönne!“ Der Orginaltweet des Schulpfarrers enthält noch zwei fehlerhaft gesetzte Akzentzeichen, eine fehlerhafte Großschreibung und eine fehlenden Leerstelle. Inzwischen wurde er gelöscht – angeblich nicht von Stoodt selbst, sondern von Twitter, wo ihn zahlreiche User als Mordaufruf gemeldet hatten.

Hintergrund war, dass von Rönne in einem Text für die Tageszeitung Die Welt die These aufgestellt hatte, dass es dem „Netzfeminismus“ weniger um Gerechtigkeit als um Aufmerksamkeit geht. Anhänger dieser Bewegung reagierten darauf mit Angriffen bis hin zur oben zitierten Äußerung des hessischen Theologen. Von Rönne schloss daraufhin am 30. Mai ihr Blog Sudelheft, das erst am Dienstag wieder online ging.

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