Wir sind Erben der Steppenreiter


Metallobjekte der Jamnaja – diese Reiternomaden brachten große Veränderungen ins bronzezeitliche Europa © EvgenyGenkin/ CC-by-sa 3.0
Folgenreiche Einwanderung: Vor rund 5.000 Jahren löste ein aus dem Osten kommendes Steppenvolk dramatische Veränderungen im bronzezeitlichen Europa aus. Denn die massenhafte Einwanderung der Jamnaja brachte unseren Vorfahren ihre Gene, Fertigkeiten und Sitten, wie Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten. Die neuen Analysen helfen aber auch, die Herkunft eines rätselhaften Steppenvolks in Zentralasien zu lösen.

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Neue Keramiken, andere Bestattungsriten und Wirtschaftsweisen – vor rund 5.000 bis 3.000 Jahren ereigneten sich in Europa und Zentralasien tiefgreifende kulturelle Umstürze. „Damals wurden die alten neolithischen Bauernkulturen von neuen abgelöst, die eine völlig andere Sicht von Familie, Eigentum und Person hatten“, erklärt Studienleiter Kristian Kristiansen von der Universität Göteborg. Auch die Sprache änderte sich: Das Indoeuropäische setzte sich allmählich durch.

Was löste diesen Umschwung aus?

Was aber diesen Umschwung auslöste, ist bisher umstritten. Klar ist nur, dass das Genom der heutigen Europäer Einflüsse vieler umliegender Völker widerspeigelt. Kürzlich erst wies eine Studie sogar nach, dass die europäischen Männer auf nur wenige bronzezeitliche Urväter zurückgehen.

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