Familientrip in den Dschihad


Al-Shabaab fighters on training exercises near Mogadish
Sechs Männer aus Bonn, ihre Ehefrauen, Kinder und eine Mutter zogen zusammen in den Dschihad nach Somalia. Doch die Terrortour endete in einem Desaster. Jetzt stehen die Islamisten vor Gericht.


Von Jörg Diehl, Fidelius Schmid|SpON

Vor einigen Jahren wollte Mounir T. noch ein Künstler sein. Er entwarf HipHop-Beats und stellte sie ins Internet. „Musik ist eine Sprache, die die ganze Welt versteht“, schrieb der Student dazu. Und dass er ein unabhängiger Produzent aus Bonn sei, der auf einen Plattenvertrag hoffe. Doch es kam anders: Der heute 31-Jährige sitzt seit Monaten in Untersuchungshaft.

Die Bundesanwaltschaft wirft T. und seinen Gesinnungsgenossen Omar D., 31, Steven N., 27, Abdullah W., 28, Abdulsalam W., 24, und Abdiwahid W., 23, unter anderem Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor. Die Ermittler sind überzeugt, dass die Männer in Somalia waren, um für die Islamistenmiliz al-Schabab zu kämpfen. An diesem Freitag beginnt vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main der Prozess gegen das Dschihadisten-Sextett.

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