Ein Vater bricht sein Schweigen


Vor laufenden Fernsehkameras hat ein Vater die Geschichte seiner Söhne erzählt, die in den Heiligen Krieg gezogen sind Foto: ZDF
Weit über 600 Jugendliche haben Deutschland verlassen und werden in Syrien für den Heiligen Krieg ausgerüstet. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Im ZDF-Talk bei „Peter Hahne“ hat ein betroffener Vater sein Schweigen gebrochen und erzählt, wie er mit dem Verlust umgeht.


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Die beiden Söhne sind zum Islam konvertiert. Seit März hat der Vater kein Lebenszeichen mehr von ihnen erhalten. Auf sein Handy hat er eine Todesanzeige geschickt bekommen: mit heroischen Äußerungen über Allah und den Islam. Die 22 und 18 Jahre alten Kinder waren bis dato nicht sehr religiös. „Mit einem Freund ging der Ältere dann in eine Moschee und was mein ältester Sohn macht, machte er zu 100 Prozent“, beschreibt der Vater die Anfänge.

In die Moschee begleitet

Als Vater habe er sie in die Mosche begleitet und war überrascht von den vielen jungen Menschen dort. Auch in der Familie diskutierten sie neuerdings offen über religiöse Fragen. Seitdem sie einen Freund in Österreich besuchten wollten, sind die Söhne spurlos verschwunden. Der Vater vermutet, dass die Extremisten in der Moschee anfällige Leute raussuchen, die sie dann bearbeiten: „Meine Söhne sind dort reingestolpert. Von Kämpfen war keine Rede“, ringt er um Fassung.

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