De Maizière: Fortschritte im Streit über Flüchtlings-Verteilschlüssel

Zwar gibt es noch keine Ergebnisse bei der Debatte um die Verteilung von Flüchtlingen in Europa. Skeptische Staaten in Mittel- und Osteuropa haben aber erstmals eine Beteiligungs-Bereitschaft signalisiert.


evangelisch.de

Die 28 EU-Staaten debattieren weiter über einen möglichen Verteilschlüssel für Flüchtlinge in Europa. „Es gibt noch kein Ergebnis“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) nach einem Treffen mit seinen europäischen Amtskollegen am Dienstag in Luxemburg. In den Gesprächen gebe es jedoch Fortschritte, berichtete der Minister: Erstmals hätten skeptische Staaten etwa in Mittel- und Osteuropa signalisiert, dass sie sich an der geplanten Verteilung von Flüchtlingen beteiligen könnten. Ihre Bedingung sei, dass die Aufnahme auf freiwilliger Basis verlaufe.

„Das ist die richtige Richtung“, unterstrich de Maizière. Der Minister war gemeinsam mit den Innenministern Frankreichs und Italiens, Bernard Cazeneuve und Angelino Alfano, vor die Kameras getreten. Die „Kerngruppe“ der drei Regierungen wolle den Weg hin zu einer gemeinsamen Lösung bereiten, erläuterte de Maizière. Italien sei unter anderem einverstanden mit dem Vorschlag der EU-Kommission, Wartezentren – sogenannte Hotspots – für Migranten einzurichten. Auch die Rückführung von Menschen ohne Bleiberecht werde von Rom befürwortet. Allerdings sehe die italienische Regierung noch „viele zu klärende Details“.

John Hagee Calls For “Prosecuting Women Who Say God’s Name During Intercourse”

HP der Cornerstone Church. Screenshot brightsblog
HP der Cornerstone Church. Screenshot: bb
“One of the things that the Bible has consistently denounced is the taking of the Lord’s name in vain. In fact, one of the Ten Commandments in the Old Testament states: “You shall not take the name of the Lord your God in vain, for the Lord will not hold him guiltless who takes his name in vain” (Exodus 20:7). The word “vain” means “for no reason” or “useless.”


By Lea Vat Kens|NEWSLO

“Thus, God was instructing the Israelites to avoid using his name in a useless, disrespectful way. Instead, the Israelites were supposed to revere the name of God and use it in a serious, considerate way. Many of the ancient Israelites were so respectful of the name of God that they would not even pronounce it or write it for fear of using it in vain. Those who did write it would often throw away the quill they had used, because they thought that any quill that had written God’s name was holy and should not be used for regular words.

“Dr. John Hagee, the founder and senior pastor of the Cornerstone Church in San Antonio, Texas, not only agrees with what the Good Book says, but also takes the faith to a level of fanaticism. Speaking exclusively with Newslo, Hagee stated that “in this world of crimes and deaths that surround us, a simple blasphemy does not get that much attention when it should.”

“Saying the Lord’s name in vain might seem petite and insignificant compared to some of the things that are going on in the world right now, even in churches all across America,” Hagee elaborated. “But, that’s precisely the problem. If the shepherds of a faith start doing wrong, what is the flock supposed to do? Follow in their footsteps? I don’t think so. The flock needs to get its bearings and start thinking for itself.”

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Demokratisch nicht legitimierte Kirchen-Bonzen machen Politik

Bild: tilly
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Auf Einladung des Ersten Vizepräsidenten der EU-Kommission, Frans Timmermans kamen heute erstmals unter der seit November 2014 neu zusammengesetzten Kommission europäische geistliche Würdenträger und hochrangige Vertreter der Europäischen Union in Brüssel zusammen.


EKD

Timmermans ist in der Juncker-Kommission für den Dialog mit den Kirchen- und Religionsvertretern zuständig. Dieses Mal stand das Treffen unter der Überschrift: „Zusammenleben und mit Meinungsverschiedenheiten positiv umgehen“. Auch die Weiterentwicklung des Dialogs zwischen der EU und den Kirchen und Religionsgemeinschaften kam zur Sprache.

Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Irmgard Schwaetzer, verwies auf das vielfältige kirchliche Engagement in Deutschland, um ein friedliches Zusammenleben der Religionen zu fördern. Erst in der vergangenen Woche habe die EKD einen Grundlagentext zur religiösen Vielfalt in der Gesellschaft veröffentlicht. Identität lasse sich nicht aus Abgrenzung gewinnen, sondern im gelebten Dialog und im regelmäßigen Austausch mit den anderen Religionen, betonte die Präses in Brüssel.

Daneben setze die EKD auf Aufklärung, das Eintreten für Minderheiten, eine Stärkung der demokratischen Kultur sowie regelmäßige Begegnungen und Gespräche auf allen Ebenen.

Hinsichtlich des Dialogs hob Präses Schwaetzer grundsätzlich hervor, dass der Austausch von Politik und Kirche von beiderseitigem Interesse sei. „Die EU-Institutionen haben in den Kirchen einen kritisch-konstruktiven Partner, um die europäische Integration zu befördern und ein wertebasiertes Europa zu verwirklichen. Sie sind Impulsgeber und Multiplikatoren des Europagedankens.“ Die Kirchen wiederum seien auf die Offenheit des politischen Gemeinwesens für ihre Impulse angewiesen und bräuchten verlässliche Partner zur Umsetzung ihrer gesellschaftlichen Anliegen. Schließlich wollten die Kirchen den Dialog auch dazu nutzen, die europäische Rechtsordnung für religiöse Anliegen zu sensibilisieren.

Hintergrund:

Um die Bedeutung des Dialogs mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften zu betonen, hat der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, 2005 erstmals hochrangige Vertreter der Religionen in Europa zu einem „High-level meeting with religious leaders“ eingeladen. Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon gehört der Dialog mit den Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften zum Vertragsrecht der EU.

Hannover/Brüssel, 16. Juni 2015

Pressestelle der EKD

Andreas Nachama „Wir brauchen einen Antisemitismusbeauftragten“

Aktivisten demonstrieren aus Anlass des Gazakriegs im Juli 2014 bei einer Kundgebung linker und kurdischer Gruppen am Kottbuser Tor in Berlin mit einem Schild „Israel is real… – Foto: dpa
Andreas Nachama von der „Topographie des Terrors“ über Judenfeindlichkeit und Salon-Antisemitismus, der bis in die Mitte der Gesellschaft reicht.


Von Christian Böhme|DER TAGESSPIEGEL

Herr Nachama, braucht eine Antisemitismus-Expertenrunde zwingend eine jüdische Perspektive?

Darum kommt man wohl kaum herum. Schließlich richtet sich der Hass der Antisemiten gegen Juden. Bei einer Kommission, die sich mit Islamfeindlichkeit beschäftigt, sollten ja auch sinnvollerweise Muslime beteiligt sein. In Deutschland gibt es etwa 100000 Juden, die in Gemeinden organisiert sind. Auf ihre Einschätzung, ihre Erfahrungen mit antisemitischen Ressentiments kommt es an.

Dennoch sollte die neue Antisemitismus-Kommission des Bundesinnenministeriums zunächst ohne ein jüdisches Mitglied auskommen. Die Empörung war groß. Zu Recht?

Man kann schon sagen, dass dies ein Geburtsfehler des Gremiums war.

Das Innenministerium hat inzwischen eingelenkt: Die Psychologin Marina Chernivsky und Sie gehören nun zum Kreis der Fachleute. Was kann Andreas Nachama als Jude, Historiker und Rabbiner beitragen?

Das wird sich zeigen. Zunächst werde ich darauf drängen, dass die Betroffenen selbst befragt werden. Und zwar auf einer repräsentativen sozialwissenschaftlichen Basis. Zudem hat die Vorgängerkommission 2012 vernünftige Handlungsempfehlungen gegeben.

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Köln will abgesagte israelkritische Ausstellung 2016 zeigen

Bild: bilder.t-online.de
Bild: bilder.t-online.de
Im Frühjahr 2016 und in „angemessenem Rahmen“ darf die abgesagte Ausstellung der israelischen Gruppe „Breaking the Silence“ wird nun doch gezeigt werden.


evangelisch.de

Nach der Kontroverse um die Absage einer israelkritischen Ausstellung in Köln soll die Schau nun im kommenden Jahr gezeigt werden. Der Kölner Arbeitskreis Israel-Palästina werde dazu ein Konzept erarbeiten, „das der komplexen Situation im Nahen Osten gerecht werden soll“, erklärte die Stadt am Dienstag. Im Frühjahr 2016 solle die Ausstellung der israelischen Gruppe „Breaking the Silence“ dann „in einem angemessenen Kontext“ präsentiert werden.

„Breaking the Silence“ ist eine Gruppe ehemaliger israelischer Soldaten, die das Vorgehen ihrer Armee gegen die Palästinenser kritisieren. Ursprünglich sollte die Schau ab Oktober im neuen Studienhaus der Volkshochschule Köln gezeigt werden. Anlass waren die Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland und zum 55-jährigen Bestehen des Schüleraustauschs zwischen Köln und Tel Aviv.

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Muslime im Landtag: Positive statt negative Islam-Bilder

Bild: br.de
Premiere im Landtag: Zum ersten Mal haben Mitglieder aller Fraktionen in großem Stil Muslime zum Erfahrungsaustausch eingeladen. Rund 200 Teilnehmer werden zu der Veranstaltung erwartet, auch der Ministerpräsident hat sich angekündigt.


Von Hans Häuser|BRaktuell

Einerseits ist Vlamado Dipama froh über die Gelegenheit zum Dialog zwischen den Religionen und Kulturen. Andererseits ärgert er sich auch ein bisschen: So eine Veranstaltung hätte man schon viel früher machen müssen, sagt der stellvertretende Vorsitzende der bayerischen Ausländer- und Integrationsbeiräte.

Viel zu oft beherrschten negative Islam-Bilder die Debatte, werde die Religion mit Terrorismus in Verbindung gebracht, so Dipama. Auch Tarek Abdin Bey will sich für die Integration von Muslimen einsetzen.

Der Vorsitzende des Deutsch-Syrischen Vereins wünscht sich darüber hinaus von der bayerischen Politik mehr Einsatz für syrische Flüchtlinge: Viele von ihnen versuchten seit Jahren, ihre Familie nach Deutschland zu holen, scheiterten aber an den Hürden der bayerischen Bürokratie.

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„Moon-Bewegung“ als religiöse Bekenntnisgemeinschaft registriert – Pastafaris abgelehnt

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Die „Vereinigungskirche“, der innere Kern der als „Moon-Bewegung“ bekannten Vereinigungsbewegung, ist in Österreich ab sofort als „staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft“ registriert. Das bestätigte Oliver Henhapel, Leiter des im Bundeskanzleramt angesiedelten Kultusamtes, am Dienstag auf Anfrage von „Kathpress“. Der mit der Eintragung verbundene Erwerb der Rechtspersönlichkeit ist eine Vorstufe zur vollen gesetzlichen Anerkennung als Kirche oder Religionsgesellschaft. Mit der Vereinigungskirche gibt es hierzulande nun acht eingetragene Bekenntnisgemeinschaften.


kathweb
Die in Südkorea gegründete religiöse Bewegung ist seit 1965 in Österreich aktiv und hat derzeit nach eigenen Angaben rund 700 Mitglieder. Ihre offiziellen Vertreter begrüßten am Dienstag die Entscheidung. Der Grazer Verfassungsjurist Christian Brünner, der das Antragsverfahren begleitet hatte, wertete die offizielle Registrierung der Bewegung durch das Kultusamt als „Zeichen eines pluralistischen Rechtsstaates“: „Eines der wichtigsten Grundrechte einer funktionierenden Demokratie, nämlich das Recht auf Religionsfreiheit, wurde hiermit gewährleistet“, teilte Brünner in einer Aussendung mit.

Zu den Kriterien für eine religiöse Bekenntnisgemeinschaft zählen unter anderem eine Mindestmitgliederzahl von 300 Personen sowie Statuten mit einer Darstellung der Religionslehre. Den Antrag zum Erwerb des Status hatte die Bewegung im August 2014 beim Kultusamt gestellt.

Bekannt durch Massenhochzeiten

Bekannt ist die Moon-Bewegung vor allem durch ihre arrangierten Massenhochzeiten, bei denen tausende Paare gemeinsam gesegnet werden. „Die Massenhochzeiten unserer Bewegung setzen ein Zeichen für internationale Versöhnung und kulturelle Vielfalt“, betonte Peter Zöhrer von der Bewegung in Österreich dazu. Gelebte Familienwerte seien der Schlüssel zu gesellschaftlichem Wohlstand und Weltfrieden.

Das derzeitige Oberhaupt der weltweiten Moon-Bewegung ist Hak Ja Han Moon, die zweite Ehefrau des 2012 verstorbenen Gründers Sun Myung Moon. In der Kindheit mit seiner Familie der evangelisch-reformierten Presbyterianischen Kirche beigetreten, hatte Moon ab 1946 nach einem persönlichen Berufungserlebnis in seiner kommunistisch besetzten Heimat, dem heutigen Nordkorea, missioniert. 1954 gründete er die „Vereinigungskirche“, mit der auch eine eigene „Theologie“ verfolgte: Ziel der Bewegung wurde die Versöhnung von (kommunistischem) Osten und Westen.

Das Ende des „Eisernen Vorhangs“ deutete Moon endzeitlich als Bestätigung seiner Vision einer im Frieden vereinten Welt. In der Folge gründete er 1996 als nächste Entwicklungsstufe die „Familienförderation für Weltfrieden und Vereinigung“. Ehepaare wurden weltweit zu Missionseinsätzen ausgesandt. Ihre Botschaft: Dem Messias – Moon und seine Frau – war es gelungen, als „wahre Eltern“ eine mehrere Generationen übergreifende Familie zu gründen und eine „Nation der Einheit auf Erden“ zu errichten.

Theologisch „auf Dauer gestellt“ hat Moon die von ihm gegründete „Vereinigungskirche“ u.a. durch eine Reform der Lehre von den letzten Dingen: So können Anhänger der Bewegung durch ein vorbildliches Leben für ihr eigenes Wohlergehen im Jenseits Vorsorge betreiben und auch einen Beitrag zur Entwicklung ihrer verstorbenen Angehörigen leisten. Die „Geistmenschen“ können wiederum vom Jenseits aus mit den Lebenden auf der Erde in Kontakt treten.

Über ihre religiösen Anliegen hinaus ist die „Vereinigungskirche“ wegen ihrer politischen und wirtschaftlichen Aktivitäten bekannt geworden. Gründer Moon baute ein Unternehmensimperium auf, das ihn zum Milliardär machte.

Keine Rechtspersönlichkeit für „Pastafarianismus“

Das Rechtsinstitut der religiösen Bekenntnisgemeinschaft gibt es seit 1998. Zu den religiösen Bekenntnisgemeinschaften zählen neben der Vereinigungsbewegung aktuell die „Alt-Alevitische Glaubensgemeinschaft in Österreich“, die Religionsgemeinschaft der Bahai, die „Christengemeinschaft“, die Hinduistische Religionsgesellschaft, die Islamische-Schiitische Glaubensgemeinschaft, die Siebenten-Tags-Adventisten sowie die „Pfingstkirche Gemeinde Gottes“.

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Propaganda-Trickfilm zum Gaza-Krieg: „Die Hamas baut ein U-Bahn-System“

Der blonde Reporter, der großzügig wegschaut: So stellt das israelische Außenministerium die internationale Berichterstattung zum Gaza-Krieg dar. (Foto: Screenshot Youtube)
  • Das israelische Außenministerium hat einen Trickfilm und einen Text veröffentlicht, in dem die ausländische Berichterstattung zum Gaza-Krieg im vergangenen Sommer kritisiert wird.
  • Der Clip zeigt einen Reporter, der das Unrecht, das um ihn herum geschieht, verdreht darstellt.
  • Israel und die Palästinenser hatten nach dem Gaza-Krieg eine unbefristete Waffenruhe verkündet. In dem 50-tägigen Krieg waren etwa 2100 Zivilisten getötet worden.
  • In dieser Woche wird ein Bericht des UN-Menschenrechtsrats zu möglichen Kriegsverbrechen in Gaza erwartet.


Von Peter Münch|Süddeutsche.de

Im Krieg entfaltet sich die Macht der Bilder, nach dem Krieg tun es manchmal auch ein paar Cartoons: In einem Zeichentrick-Filmchen, produziert im Außenministerium in Jerusalem, nimmt Israels Regierung nun die internationale Berichterstattung über den Gaza -Krieg im vorigen Sommer aufs Korn, und das mit der Waffe des Humors, die ja bisweilen zweischneidig ist.

Gezeigt wird ein ziemlich blonder und ganz bestimmt blauäugiger TV-Reporter, dessen Aufsager für den Zuschauer daheim konterkariert werden durch das wirkliche Geschehen, das sich in seinem Rücken abspielt.

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„Zwölf Stämme“: Sekten-Eltern wollen vors Bundesverfassungsgericht

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  • Nach dem endgültigen Entzug des Sorgerechts für ihre Kinder durch das Oberlandesgericht Nürnberg wollen zwei Elternpaare der Sekte „Zwölf Stämme“ vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.
  • Sie erheben schwere Vorwürfe und fühlen sich an den Pranger gestellt – an ihren umstrittenen Erziehungsmethoden halten sie aber fest.
  • Die Eltern sollen ihre Kinder aus religiösen Gründen „gezüchtigt“ haben, das Gericht fürchtet neben physischen Schäden auch dauerhafte psychische Probleme.


Süddeutsche.de

Eltern wehren sich gegen Gerichtsurteil

Der Streit zwischen der Glaubensgemeinschaft „Zwölf Stämme“ und den Behörden geht weiter: Nach dem endgültigen Entzug des Sorgerechts für ihre Kinder durch das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg wollen zwei Elternpaare der Sekte vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. In den am Montag bekanntgewordenen OLG-Entscheidungen seien „mehrere Verfassungswidrigkeiten zu finden“, mit welchen sich nun die Karlsruher Verfassungsrichter befassen müssen, teilten die „Zwölf Stämme“ mit.

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Spionageprozess in Ägypten: Lebenslange Haft für Morsi

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Zum Tode ist er schon verurteilt, nun hat ein Gericht in Kairo ein weiteres Urteil gegen Ex-Präsident Mohamed Morsi gefällt: lebenslange Haft wegen Spionage. Zur Gültigkeit des Todesurteils soll es später eine Entscheidung geben.


SpON

Mohammed Morsi wurde wegen Spionage am Dienstag zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. Der frühere ägyptische Präsident soll für die islamistische Palästinenserorganisation Hamas, die libanesische Hisbollah-Miliz und Iran spioniert haben.

In dem Prozess vor einem Gericht in Kairo wurden bereits 16 Mitangeklagte zum Tode verurteilt, weil sie zwischen 2005 und 2013 Geheimdokumente ins Ausland geliefert haben sollen. Diese Urteile wurden nun bestätigt.

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Vatikan schließt Enzyklika-Plauderer aus dem Pressesaal aus

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Der Vatikan hat dem Journalisten, der die neue Papst-Enzyklika vorab veröffentlicht hat, die Akkreditierung entzogen.


kath.net

Der Vatikan hat dem Journalisten, der die neue Papst-Enzyklika vorab veröffentlicht hat, die Akkreditierung entzogen. Die Online-Publikation des Textentwurfs und der Bruch der Sperrfrist seien regelwidrig und verursachten «große Unannehmlichkeiten für viele Journalistenkollegen» sowie eine erhebliche Störung des Betriebs im vatikanischen Presseamt, teilte dessen Leiter Federico Lombardi in einem Brief an den Vatikan-Journalist Sandro Magister mit. Das Schreiben wurde öffentlich ausgehängt.

Magister ist demnach mit Wirkung vom Dienstag die Zulassung zum vatikanischen Pressesaal «auf unbestimmte Zeit» entzogen. Der Vatikan-Experte der italienischen Zeitschrift «L’Espresso» hatte am Montag über seinen Blog das 192 Seiten umfassende Faksimile einer vorläufigen Fassung des Lehrschreibens «Laudado si» von Papst Franziskus verbreitet. Dabei soll es sich um eine inzwischen eingestampfte Version handeln. Die Enzyklika soll am Donnerstag vorgestellt werden.

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«Wie eine Geheimloge»: Deutsche Schule in Istanbul im Zentrum von Ermittlungen

Steuerzahler fördern die deutschen Auslandsschulen mit etlichen Millionen Euro. Dazu erheben die Schulen hohe Gebühren. In Istanbul fehlt nun viel Geld – die türkische Justiz ermittelt.


Deutsch Türkische Nachrichten

Ein Konto, von dem ein Millionenbetrag verschwunden sein soll. Eine Handkasse, in die Schulgebühren in bar eingezahlt wurden und aus der Hunderttausende Euro abhandengekommen sein sollen. Jahrelang wurde die Deutsche Schule Istanbul von einem Vorstand geführt, der nach seiner erzwungenen Ablösung einen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Intern wurden die Vorgänge, über die kaum jemand reden möchte, 2013 bekannt. Transparent gemacht oder aufgeklärt wurden sie nie. Die türkische Justiz ermittelt wegen des Verdachts der Veruntreuung.

Aus dem Auswärtigen Amt heißt es auf Anfrage der dpa, das Generalkonsulat in Istanbul und die Schule hätten nach Bekanntwerden des Verdachts Strafanzeige erstattet. Die Schule habe Schadensersatzklagen erhoben. Fragen über die Höhe des fehlenden Betrages werden mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht beantwortet.

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Gruppe «CDU2017» macht sich für Entwicklung eines europäischen Islam stark

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In der CDU macht sich eine Gruppe von Abgeordneten aus Bund und Ländern für ein besseres Islam-Verständnis in Deutschland stark. In einem Sechs-Thesen-Papier fordert die Gruppe «CDU2017» um den Bundestagsabgeordneten Jens Spahn aber auch, dass Imame in Deutschland leben und Deutsch sprechen sollten.


Deutsch Türkische Nachrichten

Spahn sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: «Man tut niemandem einen Gefallen, wenn wir Probleme nicht ansprechen. Wir wollen helfen, dass sich unter den Bedingungen einer offenen Gesellschaft ein europäischer Islam entwickeln kann.»

In dem Papier heißt es, selten habe ein Satz wie der des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff so viele Diskussionen hervorgerufen: «Der Islam gehört zu Deutschland.» Dabei sei dieser Satz eigentlich banal, in Deutschland lebende Muslime gehörten schon längst dazu und «selbstverständlich auch mit ihrem Glauben». In der Gruppe «CDU2017» haben sich jüngere CDU-Politiker versammelt, die sich für Reformen in der Partei einsetzen.

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Saudi-Arabien: 100 Hinrichtungen seit Anfang des Jahres

a736b-saudi-arabia-jpgMenschenrechtsaktivisten sprechen von einem „Feldzug des Todes“: Die saudi-arabische Justiz hat dieses Jahr bereits mehr Menschen hinrichten lassen als im gesamten vergangenen Jahr. Die Vergehen waren oft harmlos.


SpON

In Saudi-Arabien wurden seit Anfang des Jahres bereits 100 Menschen exekutiert – 47 von ihnen wegen gewaltfreien Drogenmissbrauchs. „Die saudi-arabische Justiz befindet sich dieses Jahr auf einem ‚Feldzug des Todes'“, sagte Sarah Leah Whitson, die Nahost- und Nordafrika-Direktorin von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW).

Saudi-Arabien hätte in sechs Monaten mehr Menschen hingerichtet als im gesamten letzten Jahr: 2014 waren es 88 Hinrichtungen in dem Land, meldet HRW. „Die Hinrichtungen für gewaltfreie Drogendelikte zeigen, wie schamlos das ist“, sagte Whitson.

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Was treibt deutsche Jugendliche in die Arme des radikalen Islam?

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Unsere Gesellschaft wird immer orientierungsloser– Beispielsweise kam bisher kein energisches Wort der Deutschen Bischofskonferenz gegen die Genderideologie, dies missachtet die zahlreichen päpstlichen Äußerungen.


Von Michael Schneider-Flagmeyer|kath.net

Etwas das uns alle aufschrecken sollte, wurde noch einmal in dem sonntäglichen Dreiergespräch mit Peter Hahne am vergangenen Sonntag deutlich. Ein deutscher Vater berichtete, dass seine beiden Söhne – 22 und 18 Jahre alt – sich vom IS haben anwerben lassen und zum Kampf nach Syrien ausgereist sind. Er sagte, dass aus der Kleinstadt, aus der er komme, 40 Jugendliche (sic!) in den Nahen Osten gereist sind, kath.net hat berichtet.

Was bringt so erstaunlich viele junge Menschen ohne Migrationshintergrund – mit wachsender Zahl – dazu, sich der radikalen Form des Islam anzuschließen? Die Gründe dafür sind sicher vielfältig und sollten schnell untersucht werden. Einige sind aber jetzt schon klar zu erkennen und benennbar.

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Viel Lärm um Hackerangriffe auf den Bundestag

matrix_2_1„So nah ist uns in Deutschland die Gefahr aus dem Netz noch nie gekommen. Wir wissen nicht, wer uns angreift, wir wissen nicht, was der Angreifer will. Wir kennen seine Absichten nicht. Werden gezielt geheime Informationen abgeschöpft? Sollen einzelne Abgeordnete ausspioniert werden, um Erpressungspotenziale zu ermitteln?“


Von Peter Nowak|TELEPOLIS

Mit diesen kriegerischen Tönen kommentierte Brigitte Fehrle, ehemals Taz, heute Berliner Zeitung, im Deutschlandfunk die Hackerangriffe auf Computersysteme des Bundestags. Bei der ganzen kriegerischen Rhetorik kommt Fehrle nicht einmal auf die Idee, die ganze Erzählung über den großen Hackerangriff auf uns alle, einmal kritisch zu hinterfragen. Damit ist sie aber in der journalistischen Zunft nicht allen. Einige der Dramatisierungen der letzten Tage wurden auf Golem.de zusammengefasst.

Jagd auf „politische Kriminelle?“

Doch eine solche Versachlichung würde nicht gut zu Fehrles Endzeitvision passen. Schließlich kann in diesem Cyberkrieg jeder der Feind sein:

Das Wesen des Cyberkrieges ist der unsichtbare Gegner. Er kann überall sein. Selbst die Rückverfolgung eines platzierten Virus sagt nichts über die Auftraggeber. Es können Geheimdienste sein, es können Firmen sein, die Industriespionage betreiben, es können politische Kriminelle sein, die Unruhe stiften wollen.

Gerade die letzte Aufzählung macht stutzig. Wer sollen denn die politischen Kriminellen sein? Besteht ihr Delikt darin, dass sie eben Unruhen schaffen? Gehören sie vielleicht zu jenen Personenkreisen, die in der letzten Zeit manche Behörden durch die Preisgabe von streng geheimen Daten zur Verzweiflung gebracht haben? Man denke nur an die 2011 durch Wikileaks veröffentlichten, streng vertraulichen Diplomatic Cables, eine unredigierte Sammlung von zahllosen Depeschen aus US-Botschaften, die nur teilweise als geheim eingestuft worden waren.

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Einstein rettet Schrödingers Katze

Schrödingers Katze: Dieses Gedankenexperiment gilt nur in der Welt der kleinsten Teilchen © Dhatfield/ CC-by-sa 3.0
Einstein erklärt’s: Ob die Verschränkung von Atomen oder die Unschärferelation – im Makrokosmos funktionieren diese faszinierenden Phänomene der Quantenwelt nicht. Denn bei größeren Objekten werden die Quanteneffekte unterdrückt. Wodurch, könnte Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie erklären. Denn wie Forscher im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten, beeinflusst die Dehnung der Zeit durch die Gravitation auch die Teilchen in diesen Objekten – und verhindern so Quantenphänomene.


scinexx

Im Jahr 1915 revolutionierte Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie unser Verständnis der Gravitation. Er postulierte, dass sich die Gravitation als Krümmung der Raumzeit verstehen lässt und dass sie selbst die Zeit beeinflussen kann: Große Massen dehnen sie. Diese Zeitdilatation zeigt sich auch auf der Erde: Menschen, die im Erdgeschoss arbeiten, altern langsamer als ihre Kollegen im ersten Stock – allerdings nur um etwa zehn Nanosekunden pro Jahr. Dieser Effekt ist winzig klein, wurde jedoch mit präzisen Atomuhren bestätigt.

Schrödingers Katze wäre längst tot

Igor Pikovski von der Harvard University in Cambridge und seine Kollegen haben nun einen weiteren Nebeneffekt der Einsteinschen Zeitdehnung entdeckt: Sie könnte schuld daran sein, dass Quantenphänomene in der makroskopischen Alltagswelt nicht funktionieren. Das bekannteste ist die Überlagerung: Ein Quantenteilchen kann sich, solange es nicht gemessen wird, in mehreren Zuständen gleichzeitig befinden, sie überlagern sich.

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Aus der Esoterik in den Gotteswahn

Bild: svz.de
Bild: svz.de
Wiederum hatte das Männervesper zu einem aktuellen Thema eingeladen. „Esoterik und christlicher Glaube“ stand auf dem Programm. Referent war Horst Mokosch aus Oberndorf, ehemaliger Reikilehrer und Schamane, der über seine Erfahrungen mit der Esoterik berichtete.


Von Ingrid Vögele|schwarzwaelder-bote.de

Hans Schanz konnte eine ganze Reihe Interessierter begrüßen, die der Einladung ins Tennisheim in Wittershausen gefolgt waren. Er gab auch gleich mit dem 23. Oktober den nächsten Termin bekannt. An dem Tag findet ein Ausflug mit der Bahn nach Stuttgart zum Flughafen statt, wo eine Führung durch Dieter Kleinmann stattfindet.

Und nun nahm Mokosch die Anwesenden mit auf seine ganz persönliche Wegfindungsreise. Er zeigte auf, wie sich die Gesellschaft gegenwärtig immer mehr der Welt der Esoterik, des New Ages und der fernöstlichen Spiritualität öffnet. Zum Beispiel seien Feng-Shui-Gärten, Yin-Yan- Symbole, Reiki-Handauflegung, Pendeln und andere Praktiken, Gurus und Geistheiler nichts Fremdes mehr und würden toleriert. Er beleuchtete zunächst die Lebensanschauung des Esoterikers mit dessen Gedankengut und grenzte es deutlich gegen die christlichen Auffassungen ab. Er warnte eindringlich davor, die fernöstlichen Praktiken zu unterschätzen und verwies auf die erschütternden Lebensberichte von Aussteigern.

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Flüchtling bestätigt Foltervorwürfe gegen Polizisten

Hier sollen Flüchtlinge gequält worden sein: die Bundespolizei-Inspektion am Hauptbahnhof von Hannover. (Foto: dpa)
  • Im Fall der Folter-Vorwürfe gegen einen Bundespolizisten in Hannover hat eines der Opfer ausgesagt.
  • Ein Marokkaner, der von dem Polizisten auf der Wache im Hauptbahnhof gequält worden sein soll, konnte ausfindig gemacht werden.
  • Gesucht wird immer noch nach einem möglichen weiteren Opfer. Ein Afghane soll ebenfalls von dem Polizisten gedemütigt worden sein.
  • Der Fall war publik geworden, weil es Bildmaterial der Vorkommnisse gibt, die der Beschuldigte selbst gemacht und verbreitet haben soll.


Süddeutsche.de

Marokkaner sagt gegen Polizisten aus

Nach Folter-Vorwürfen gegen einen Bundespolizisten aus Hannover hat einer der betroffenen Flüchtlinge die Anschuldigungen bestätigt. Es sei gelungen, den Marokkaner ausfindig zu machen und zu befragen, teilte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge mit. Einzelheiten zu der Aussage des jungen Mannes konnte er unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht geben.

Ein 39 Jahre alter Polizist steht unter Verdacht, in mindestens zwei Fällen Männer aus Afghanistan und Marokko auf der Wache im Hauptbahnhof gedemütigt und geschlagen zu haben. Der Flüchtling aus Afghanistan habe noch nicht ausfindig gemacht werden können, sagte Klinge. Geprüft werde immer noch, ob weitere Polizeibeamte von den Misshandlungen gewusst haben.

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Ebert-Stiftung: Für Homo-Ehe keine Verfassungsänderung nötig

cartoon-herzAus der Entstehungsgeschichte der deutschen Verfassung lässt sich nach einem Gutachten der Friedrich-Ebert-Stiftung keine Festlegung des Ehebegriffs auf Mann und Frau ableiten.


evangelisch.de

Für eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften ist nach einem Gutachten der Friedrich-Ebert-Stiftung keine Grundgesetzänderung notwendig. Aus der Entstehungsgeschichte der Verfassung lasse sich nicht ableiten, „dass der Ehebegriff für alle Zeiten auf ein Verständnis als verschiedengeschlechtliche Partnerschaft festgelegt wäre“, heißt es in dem am Montag in Berlin veröffentlichten Papier der Juristin Friederike Wapler. Der Ehebegriff des Grundgesetzes sei offen für einen Wandel.

Ehe und eingetragene Lebenspartnerschaft seien insofern funktionsgleich, als sie einer Verantwortungsgemeinschaft zweier Menschen einen rechtlich abgesicherten Rahmen geben, schreibt Wapler weiter. Darin liege der eigentliche Kern des besonderen Schutzes von Ehe und Familie. Ein pluraler Ehebegriff könne so definiert werden: „Die Ehe ist eine rechtlich formalisierte Form einer auf Dauer angelegten Lebens- und Verantwortungsgemeinschaft zweier Menschen“, schlägt Wapler vor.

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