Demokratisch nicht legitimierte Kirchen-Bonzen machen Politik


Bild: tilly
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Auf Einladung des Ersten Vizepräsidenten der EU-Kommission, Frans Timmermans kamen heute erstmals unter der seit November 2014 neu zusammengesetzten Kommission europäische geistliche Würdenträger und hochrangige Vertreter der Europäischen Union in Brüssel zusammen.


EKD

Timmermans ist in der Juncker-Kommission für den Dialog mit den Kirchen- und Religionsvertretern zuständig. Dieses Mal stand das Treffen unter der Überschrift: „Zusammenleben und mit Meinungsverschiedenheiten positiv umgehen“. Auch die Weiterentwicklung des Dialogs zwischen der EU und den Kirchen und Religionsgemeinschaften kam zur Sprache.

Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Irmgard Schwaetzer, verwies auf das vielfältige kirchliche Engagement in Deutschland, um ein friedliches Zusammenleben der Religionen zu fördern. Erst in der vergangenen Woche habe die EKD einen Grundlagentext zur religiösen Vielfalt in der Gesellschaft veröffentlicht. Identität lasse sich nicht aus Abgrenzung gewinnen, sondern im gelebten Dialog und im regelmäßigen Austausch mit den anderen Religionen, betonte die Präses in Brüssel.

Daneben setze die EKD auf Aufklärung, das Eintreten für Minderheiten, eine Stärkung der demokratischen Kultur sowie regelmäßige Begegnungen und Gespräche auf allen Ebenen.

Hinsichtlich des Dialogs hob Präses Schwaetzer grundsätzlich hervor, dass der Austausch von Politik und Kirche von beiderseitigem Interesse sei. „Die EU-Institutionen haben in den Kirchen einen kritisch-konstruktiven Partner, um die europäische Integration zu befördern und ein wertebasiertes Europa zu verwirklichen. Sie sind Impulsgeber und Multiplikatoren des Europagedankens.“ Die Kirchen wiederum seien auf die Offenheit des politischen Gemeinwesens für ihre Impulse angewiesen und bräuchten verlässliche Partner zur Umsetzung ihrer gesellschaftlichen Anliegen. Schließlich wollten die Kirchen den Dialog auch dazu nutzen, die europäische Rechtsordnung für religiöse Anliegen zu sensibilisieren.

Hintergrund:

Um die Bedeutung des Dialogs mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften zu betonen, hat der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, 2005 erstmals hochrangige Vertreter der Religionen in Europa zu einem „High-level meeting with religious leaders“ eingeladen. Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon gehört der Dialog mit den Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften zum Vertragsrecht der EU.

Hannover/Brüssel, 16. Juni 2015

Pressestelle der EKD

3 Comments

  1. Frau Käsmann zeigt doch fast wöchentlich in offizieller EKD Mission, dass geistig Verblendete, Extremisten, Antisemiten und übelste Hetzer zu den gefeierten großen Propheten des Chsitentums gehören, denen riesige Feiern gewidmet und dafür Millionen € verbraten werden – die für anderweitige Hilfen für Bedürftige wichtig wären

    Martin Luther in Vorbereitung der Reichskristallnacht 1938 als geistliches Vermächtnis der Evangelen „Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen…; Man sollte ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken, … unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien (…) ihre Häuser desgleichen zerbrechen und zerstören.“

    Jetzt können wir sicher darauf warten, das aus dem geistigen Müll der EKD neue politische Forderungen zur Euthanasie kommen, eine Erfindung der Evangelen unerwünschte andersartige Menschen zu vergasen

    Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ von 1933 basiert auf Forderungen der Anstaltsleiter evangelischer Inneren Missionen wie die der Treysaer Erklärung von 1931. Direktor Karl Todt der ev. Heilerziehungs- und Pflegeanstalt und Diakonie-Leiter bejubeln das neue Gesetz: „Wie freudig begrüßten wir die rassenpflegerischen Maßnahmen unseres Führers, die der Auftakt sind, die Übel von der Wurzel an zu bekämpfen. So stehen wir zum Dienste bereit, Handlanger zu sein am Bau des Reiches Gottes und am Bau des neuen, des Dritten Reiches“.

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  2. Auf Vorbeter mit entsprechender Geisteshaltung können wir verzichten, die Erfahrungen mit diesen Cretins waren schlimm geneug. Das Verschwinden der Religion geht leider viel zu langsam. Kaum kommt ein neuer starker Mann als umjubelter Pseudo-Jesus aus einer dunklen Ecken, werden die Gottesdeuter im als ersten die Stiefel lecken.

    Generalsuperintendent Otto Dibelius schleimt 1933 in Vorahnung:
    „Die Kirche „kann und darf den Staat nicht daran hindern, mit harten Maßnahmen Ordnung zu schaffen. Sie werden es erleben, dass das, was jetzt in Deutschland vor sich geht, zu einem Ziele führen wird, für das jeder dankbar sein kann, der deutsches Wesen liebt und ehrt. Die Kirche habe weiterhin aber auch „den Wunsch, das Dritte Reich möge bald so gefestigt sein, dass ´die Gewalt nicht mehr nötig ist.“

    EKD Präses Wilhelm Mensing-Braun:
    „Wir wiederholen es […], dass wir unzählige Male seit dem Anbruch unseres nationalsozialistischen Staates öffentlich und feierlich erklärt haben: daß wir in Opferbereitschaft und Treue für diesen Staat einzutreten bereit sind. Es ist also bis auf diese Stunde die Verdächtigung politischer Unzuverlässigkeit unbegründet und, von wo aus sie auch versucht werden sollte, nachdrücklich und feierlich abzuweisen“

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  3. Dialoge ändern nichts an den dogmatischen Unterschiedlichkeiten der Religionen, sie alle gehören im 21. Jahrhundert unserer Zeitrechnung ins Archiv der Menschheitsgeschichte. Ihr unverbindlicher Trostcharakter steht in keinem Verhältnis zu dem Unheil das sie historisch und aktuell nachweisbar erbracht haben beziehungsweise erbringen. Nur die Kaste der Religionsfunktionäre profitiert von der Naivität der Gottesgläubigen.

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