Ebert-Stiftung: Für Homo-Ehe keine Verfassungsänderung nötig


cartoon-herzAus der Entstehungsgeschichte der deutschen Verfassung lässt sich nach einem Gutachten der Friedrich-Ebert-Stiftung keine Festlegung des Ehebegriffs auf Mann und Frau ableiten.


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Für eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften ist nach einem Gutachten der Friedrich-Ebert-Stiftung keine Grundgesetzänderung notwendig. Aus der Entstehungsgeschichte der Verfassung lasse sich nicht ableiten, „dass der Ehebegriff für alle Zeiten auf ein Verständnis als verschiedengeschlechtliche Partnerschaft festgelegt wäre“, heißt es in dem am Montag in Berlin veröffentlichten Papier der Juristin Friederike Wapler. Der Ehebegriff des Grundgesetzes sei offen für einen Wandel.

Ehe und eingetragene Lebenspartnerschaft seien insofern funktionsgleich, als sie einer Verantwortungsgemeinschaft zweier Menschen einen rechtlich abgesicherten Rahmen geben, schreibt Wapler weiter. Darin liege der eigentliche Kern des besonderen Schutzes von Ehe und Familie. Ein pluraler Ehebegriff könne so definiert werden: „Die Ehe ist eine rechtlich formalisierte Form einer auf Dauer angelegten Lebens- und Verantwortungsgemeinschaft zweier Menschen“, schlägt Wapler vor.

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