Flüchtling bestätigt Foltervorwürfe gegen Polizisten


Hier sollen Flüchtlinge gequält worden sein: die Bundespolizei-Inspektion am Hauptbahnhof von Hannover. (Foto: dpa)
  • Im Fall der Folter-Vorwürfe gegen einen Bundespolizisten in Hannover hat eines der Opfer ausgesagt.
  • Ein Marokkaner, der von dem Polizisten auf der Wache im Hauptbahnhof gequält worden sein soll, konnte ausfindig gemacht werden.
  • Gesucht wird immer noch nach einem möglichen weiteren Opfer. Ein Afghane soll ebenfalls von dem Polizisten gedemütigt worden sein.
  • Der Fall war publik geworden, weil es Bildmaterial der Vorkommnisse gibt, die der Beschuldigte selbst gemacht und verbreitet haben soll.


Süddeutsche.de

Marokkaner sagt gegen Polizisten aus

Nach Folter-Vorwürfen gegen einen Bundespolizisten aus Hannover hat einer der betroffenen Flüchtlinge die Anschuldigungen bestätigt. Es sei gelungen, den Marokkaner ausfindig zu machen und zu befragen, teilte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge mit. Einzelheiten zu der Aussage des jungen Mannes konnte er unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht geben.

Ein 39 Jahre alter Polizist steht unter Verdacht, in mindestens zwei Fällen Männer aus Afghanistan und Marokko auf der Wache im Hauptbahnhof gedemütigt und geschlagen zu haben. Der Flüchtling aus Afghanistan habe noch nicht ausfindig gemacht werden können, sagte Klinge. Geprüft werde immer noch, ob weitere Polizeibeamte von den Misshandlungen gewusst haben.

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