Brüssel: EU-Religionsvertreter für Austausch statt Abgrenzung


TheCreation_399

Religionsvertreter und EU-Politiker haben am Dienstag bei einem Treffen in Brüssel für das Zusammenleben der Religionen in Europa geworben. „Die Gesellschaft muss sich fragen, ob Religionen zu den Restbeständen einer Vergangenheit gehören wie ein Weltkulturerbe oder ob sie einen Beitrag zu einer öffentlichen Orientierung liefern sollen“, sagte der Vorsitzende der EU-Bischofskommission (ComCE), Kardinal Reinhard Marx.


kathweb

EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans hatte zu dem Treffen der Religionsführer eingeladen, um gemeinsam mit Vertretern von Christentum, Judentum, Islam und Hinduismus über das Thema „Zusammenleben und mit Meinungsverschiedenheiten positiv umgehen“ zu diskutieren. Auch der Vizepräsident des EU-Parlaments, Antonio Tajani, nahm teil.

Marx, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, betonte, er und auch die anderen Vertreter plädierten vor allem für die Integration von Flüchtlingen. „Wir können die politischen Probleme nicht lösen. Wir können nur anmahnen, dass die Europäische Union endlich zu einer Lösung kommt“, so der Münchner Kardinal zu der Verteilung von Flüchtlingen in der EU. In Deutschland spüre er ein großes Engagement. „Die Pfarreien sind in unserer Kultur das Rückgrat der Zivilgesellschaft: das Mithelfen für Integration für das Zusammenleben der Menschen in verschiedenen Ländern“, so Marx.

weiterlesen