Temperatur: Weiter auf Erfolgskurs


klimawandel

Der Mai war im globalen Maßstab wiederum besonders warm, wie die neueste Abschätzung des Goddard Institutes for Space Studies der NASA (GISS) zeigen. Wie schon die ersten vier Monate des Jahres lag er nicht nur weit über dem Referenzwert, sondern auch über dem Mittelwert des Vorjahres, das seinerseits das bisher wärmste in den bis ins 19. Jahrhundert zurückreichenden Aufzeichnungen der Temperatur war.


Von Wolfgang Pomrehn|TELEPOLIS

In die Abschätzung des GISS gehen neben den Messungen an Land, die von einem internationalen Netzwerk aus Klima-Stationen stammen, auch die Beobachtungen von Schiffen und Messbojen ein, die natürlich unverzichtbar sind, denn die Weltmeere bedecken knapp 66 Prozent der Erdoberfläche. Allerdings sind die Daten auch schwieriger zu analysieren, da die Messbedingungen weniger gut als an Land zu kontrollieren sind und vor allem die Verfahren und Instrumente häufiger gewechselt haben.

Unter anderem deshalb arbeiten verschiedene Gruppen, wie die am GISS oder auch bei der US-Behörde für Ozeane und Atmosphäre (NOAA), beim Japanischen Wetterdienst, beim britischen Hadley Centre oder andere beständig daran, die Rohdaten besser zu verstehen und Inhomogenitäten, systematische Messfehler und ähnliches aufzuspüren.

Beim GISS verwendet man zum Beispiel Nachtaufnahmen der Erde, um Messtationen in der Nähe von Städten zu identifizieren. Deren Daten sind oft durch urbane Effekte „verschmutzt“. Die Umgebung der Messstationen hat sich über die Jahrzehnte verändert, die Stadt ist an die ursprünglich ländliche Station herangewachsen und hat sie in ihre „Hitzeinsel“ – in den Städten ist es gewöhnlich fühlbar wärmer als im Umland – aufgenommen.

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