Umstritten: Lasagne mit Mutterkuchen


foto: ap photo/francisco kjolseth Aus dieser Plazenta soll keine Lasagne, dafür Globuli werden.
Der Verzehr der Plazenta ist gut für die Mutter, glauben manche. Experten warnen: Auch Viren, Bakterien und Schwermetalle stecken drin


Von Franziska Zoidl|derStandard.at

Im Internet finden sich manch ungewöhnliche Rezepte: Eine Lasagne zum Beispiel, die aus einer gehackten menschlichen Plazenta, zwei Knoblauchzehen, ein wenig Oregano, einer halben Zwiebel und Tomatensauce zubereitet wird. Auch Globuli für Mutter und Kind können aus dem Mutterkuchen hergestellt werden.

Was dahinter steckt: Jenem Organ, das aus Gewebe von Mutter und Kind besteht und das den Embryo im Bauch der Mutter mit Nährstoffen versorgt, wird viel Positives zugeschrieben. Der Verzehr des 500 bis 600 Gramm schweren Mutterkuchens soll beispielsweise Wochenbettdepressionen vorbeugen, die Milchproduktion der Mutter ankurbeln und zu einer stärkeren Beziehung von Mutter und Kind führen. Auch körpereigene schmerzhemmende Substanzen sollen durch den Verzehr verstärkt werden. Den darin enthaltenen Nährstoffen und Hormonen sei Dank.

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