Wiederzulassung von Kirchensteuer-Sündern zum Sakramentenempfang?


Bild: tilly
Bild: tilly
Man muss doch barmherzig sein. Das wird allenthalben gefordert. Gerade auch von deutschen Bischöfen. Und wie ist das mit der Barmherzigkeit bei Kirchensteuer-Sündern?


Von Peter Winnemöller|kath.net

Man muss doch barmherzig sein. Das wird allenthalben gefordert. Es ist an der Zeit, endlich einen Schlussstrich unter die unbarmherzige Praxis zu ziehen, ansonsten unbescholtene Katholikinnen und Katholiken, die sich der Zahlung von Kirchensteuer verschließen, die Sakramente zu verweigern.

De Facto kommt diese Praxis einer Exkommunikation gleich. Wer in Deutschland aus der Körperschaft öffentlichen Rechts austritt, anathema sit. Niemand, ganz gleich welche verurteilten Häresien oder kruden These jemand auch öffentlich verträte, würde mit einer solchen Nachhaltigkeit aus der Sakramentengemeinschaft der Kirche ausgeschlossen werden.

Natürlich ist es keine Frage, dass die Gläubigen gehalten sind, ihren Beitrag zum Erhalt der Kirche zu leisten. Der Canon 222 §1 verpflichtet alle Gläubigen „für die Erfordernisse der Kirche Beiträge zu leisten, damit ihr die Mittel zur Verfügung stehen, die für den Gottesdienst, die Werke des Apostolats und der Caritas sowie für einen angemessenen Unterhalt der in ihrem Dienst Stehenden notwendig sind.“ In Deutschland regelt diese die einschlägige Gesetzgebung zur Kirchensteuer. Gestützt wird diese Regelung zusätzlich durch völkerrechtliche Verträge (i.e. Konkordate zwischen dem Heiligen Stuhl und den Bundesländern).

weiterlesen