Bundeszentrale für politische Bildung lädt Klima-Leugner ein


Die Bundeszentrale für politische Bildung will über den Klimawandel debattieren – und lädt dazu einen ausgewiesenen Wissenschaftsgegner ein. So wolle sie die „ganze gesellschaftliche Debatte“ abbilden.


Von Steven Geyer|Mitteldeutsche Zeitung

Die NASA versucht hier den Klima-Wandel bis 2100 anhand von historischen und aktuellen Daten zu simulieren. (BILD: dpa)

Da kann Obama beim G7-Gipfel den CO2-Ausstieg versprechen, wie er will: Wird derzeit ein republikanischer Präsidentschaftsanwärter gefragt, was er gegen den Klimawandel tun will, sagt er: „Ich bin kein Wissenschaftler! Warten wir, bis die Wissenschaft sich einig ist.“

Aber auch hierzulande wehrt sich mancher gegen Klimaschutz – bisweilen, wie ein Termin an diesem Montag zeigt, sogar mit staatlicher Unterstützung. Dann veranstaltet die Bundeszentrale für politische Bildung – jene renommierte Behörde des Bundesinnenministeriums – eine Podiumsrunde in Berlin. Thema: „Energiewende und Klimawandel“, Zielgruppe: „Multiplikatoren der politischen Bildung“.

Doch anstatt zu debattieren, wie auf den Klimawandel zu reagieren ist und ob die Energiewende gelingt, stellt auch die Bundesbehörde die menschengemachte Erderwärmung zur Diskussion: Man wolle über den „Klimawandel, den es immer gab“ sprechen, heißt es in der Ankündigung, „unabhängig (davon), ob er von Menschen verursacht oder durch andere Einflüsse erzeugt“ sei.

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1 Comment

  1. Dass ein Jurist (Promotion hin oder her, juristische Promotionen waren ja schon selbst mal juristisches Thema) keine Beziehung zum korrekten naturwissenschaftlichen Vorgehen, der wissenschaftlichen Methode, hat – geschenkt. Aber seine Vorgesetzte, die Bundeskanzlerin, ist (war?) immerhin Physikerin. Ihr muss klar sein, dass es keine wissenschaftliche Kontroverse über den menschengemachten Klimawandel gibt.

    Die Behauptung einer sog. „Kontroverse“ um die Ursache des Klimawandels, deren ein Vertreter Hr. Limburg ist, ist auf demselben unterirdischen Niveau wie die Behauptung des Mondlandungsfake oder der geheimen Autopsie von Aliens in der Area 51. Kein vernünftiger Mensch (Politiker) würde einen Mondlandungsleugner zu einer Podiumsdiskussion mit Astronauten einladen… Aber wenn wirtschaftliche Interessen im Spiel sind, kann keine Behauptung zu blöd sein, um nicht doch noch aufgepumpt zu werden.

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