Die zwei Seiten des Kopftuchs


Für die Einen ist sie eine Heldin mit Kopftuch, für die Anderen hat sie lediglich eine mediale Inszenierung gestartet: Die Muslima Betül Ulusoy polarisiert, seit sie dem Bezirksamt Neukölln vorwarf, es diskriminiere Bewerberinnen mit Kopftuch.


Von Canan Topçu|evangelisch.de

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Betül Ulusoy möchte keinen Kontakt mehr zu den Medien. Die Anfrage für ein Interview lehnt sie ab und erklärt das so: „Mittlerweile hat nun jeder genug gesagt und langsam ist es auch genug.“ Sie ertrage die vielen unwahren Aussagen über sich nicht mehr; was sie über sich lese und höre, sei ziemlich belastend. Alles, was es zu der Auseinandersetzung mit dem Bezirksamt Neukölln mitzuteilen gebe, habe sie auf ihrem Facebook-Profil geschrieben.

Betül Ulusoy ist eine prominente Muslima – vor allem Menschen, die sich aus beruflichen oder privaten Gründen für die Islam-Debatten interessieren, kennen sie inzwischen. Als Bloggerin hat sich die Berlinerin auch jenseits der Hauptstadtgrenzen einen Namen gemacht und meldet sich immer wieder zu Wort – sei es auf Podien oder in den Medien. Ihr Bekanntheitsgrad ist in jüngster Zeit einmal mehr gestiegen. Denn Ulusoy schaltete vor zwei Wochen die Presse ein, um das nach ihrer Ansicht ihr widerfahrene Unrecht öffentlich zu machen. Seitdem berichten die Medien über die junge Frau und ihre Diskriminierungserfahrung beim Bezirksamt Neukölln.

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