Forscher planen die Abschaffung des Alterns


Geld und Pillen
Geld und Pillen (CC-by-sa/3.0/en by Ragesoss)
Sie wollen nicht mehr mühselig Altersleiden bekämpfen. Sie wollen gegen den körperlichen Verschleiß in seiner Gänze vorgehen. Eine empörende Idee. Eine betörende zugleich.


Von Kathrin Zinkant|Süddeutsche.de

Robbie Williams ist von ernsthaften Musikfreunden nie für voll genommen worden. Aber als der Sänger 23 Jahre alt war und auf dem besten Wege, dank illegaler Drogen, Suff und Kettenraucherei ziemlich jung zu sterben, sang er den schönen Song „Old before I die“. Er wolle alt werden, bevor er stirbt.

Ganz hat er das noch nicht geschafft. Williams ist jetzt 41. Doch die Mehrheit der Menschen teilt seinen Wunsch – und hat deshalb nun ein anderes Problem. Weil die Leute tatsächlich immer älter werden, haben ihre Körper naturgemäß mehr Gelegenheit zum Verschleiß. „Altwerden macht krank“, resümierte das britischen Magazin New Scientist zuletzt, und natürlich verlangt so ein fundamentales Problem nach einer durchdachten Lösung.

Die naheliegende, nämlich die Krankheiten des Alters zu bekämpfen, hat sich als mühselig erwiesen. Es sind einfach zu viele Leiden, die erst verstanden werden müssen, bevor man eine Behandlung suchen und sie ausprobieren kann. Und dann gibt es nicht mal eine nennenswerte Chance auf Erfolg.

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