Israel billigt Umbau ehemaliger Kirchen-Immobilie durch Siedler


Israels Verteidigungsminister Mosche Ya’alon hat den Ausbau eines ehemaligen Kirchenkomplexes im Westjordanland durch jüdische Siedler genehmigt. Dies berichtete die Tageszeitung „Haaretz“ (Onlineausgabe Samstagabend). Das Anwesen zwischen Bethlehem und Hebron war von einer Siedlerorganisation erworben worden und soll zu einem Außenposten für bis zu 20 Familien umgebaut werden.


kathweb

Israels Ziviladministration hatte in den vergangen Wochen die Rechtmäßigkeit des Kaufs untersucht. Militäranwälte hatten „Haaretz“ zufolge keine Bedenken für eine Fortsetzung der Sanierung, solange die Fassade des Gebäudes nicht wesentlich verändert werde. Der Einzug der neuen Nutzer in das Gebäude bedarf laut der Zeitung ebenfalls einer Genehmigung des Verteidigungsministeriums; diese liege noch nicht vor.

Bei dem Komplex handelt es sich um acht Gebäude, die von dem US-amerikanischen presbyterianischen Missionar Thomas Lamby in den 1950er Jahren als Krankenhaus errichtet und später als Pilgerhospiz genutzt wurden. Vor drei Jahren wurde die Immobilie durch das Jerusalemer Stadtratsmitglied Arieh King erworben, der zugleich Chef der Siedlerorganisation „Israel Land Fund“ (ILF) ist. In den zurückliegenden Monaten begann eine aufwendige Renovierung.

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