Wilders spricht von „Sabotage“, dann von „Missverständnis“


War nix: Der niederländische Sender NPO sollte einen Spot des Rechtspopulisten Wilders zeigen. Tat er aber nicht.


Von Joachim Huber|DER TAGESSPIEGEL

Geert Wilders (Bild: Sebastiaan ter Burg, CC-BY-SA)
Geert Wilders (Bild: Sebastiaan ter Burg, CC-BY-SA)

Ein Fernsehspot des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders mit einer Serie von Mohammed-Karikaturen ist am Samstag nicht wie geplant im niederländischen Fernsehen gezeigt worden. Statt des geplanten Clips wiederholte der Sender NPO einen alten Spot von Wilders‘ Freiheitspartei (PVV). Wilders unterstellte dem Sender zunächst Sabotage, später sprach er von einem „Missverständnis“. Der Spot soll nun am Mittwoch laufen.

Die PVV hatte den umstrittenen Beitrag am Freitag angekündigt. Wilders wollte dafür eine Sendezeit nutzen, die den Parteien im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zusteht. Es waren drei Ausstrahlungen geplant, die erste am Samstag. In einer ersten Reaktion auf Twitter warf Wilders dem Sender „Sabotage“ vor. Später schrieb er, er habe mit NPO-Chef Henk Hagoort gesprochen. Dieser habe ihm zugesichert, der Beitrag werde am Mittwoch ausgestrahlt. Dies bestätigte auch NPO später und erklärte, im Sender habe der falsche Spot vorgelegen.

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