Die Rückkehr des katholischen Antimodernismus


R.R. Reno, der Herausgeber des Magazins First Things interpretiert die Enzyklika „Laudato Si“ als fundamentale Kritik von Papst Franziskus an der Moderne.


kath.net

laudato_siDie Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus sei vielleicht das päpstliche Rundschreiben, das die Moderne am schärfsten kritisiere, seit Papst Pius IX. 1864 seinen „Syllabus errorum“ (dt. „Sammlung von Irrtümern) veröffentlicht habe. Der Papst bringe eine antiwissenschaftliche, antitechnische und antifortschrittliche Gesinnung zum Ausdruck, schreibt R.R. Reno, der Herausgeber des Magazins First Things.

Die Wurzel des Problems liege darin Gott nicht als Schöpfer zu achten. Weil wir uns nicht an ihm orientieren würden wir die Welt in erster Linie als technologisches Projekt wahrnehmen. Wir würden versuchen, die Welt zu unterwerfen und zu beherrschen, damit sie unsere Bedürfnissen und Wünsche erfülle. Würden wir hingegen Gott als Schöpfer anerkennen, könnten wir die Schöpfung als Geschenk sehen und erkennen, dass das letzte Ziel der anderen Geschöpfe nicht in uns liege. Ohne die theozentrische Orientierung würden wir der anthropozentrischen Annahme verfallen, dass wir Menschen der Mittelpunkt der Wirklichkeit wären.

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