Bundeswehr erklärt Schülern Islam


Der Jugendoffizier der Bundeswehr für Oberfranken, Hauptmann Marius Alois Erbrich, spricht vor Burgkunstadter Gymnasiasten über das Thema „Islamischer Staat und seine Auswirkungen auf Deutschland“.


Von Gerda Völk|Neue Presse

Symbolbild.
Symbolbild.

„Was verbinden Schüler mit dem Begriff islamischer Staat?“ Den Schülern der elften Jahrgangsstufe am Gymnasium in Burgkunstadt fällt dazu einiges ein: Zerstörung von Kulturstätten, Terror, Enthauptungen, Anwerbung von Jugendlichen …

Hauptmann Marius Alois Erbrich, Jugendoffizier der Bundeswehr für Oberfranken steht in Uniform vor den Schülern. Das Glück war ihm an diesen Vormittag nicht gerade holt. Ein Problem mit dem Computer führte dazu, dass er seinen Vortrag zum Thema „Der islamische Staat und seine Auswirkungen auf Deutschland“ in freier Rede vortragen muss. Wie sich später herausstellt, ist es mehr ein Dialog mit den Gymnasiasten und weniger ein Vortrag.

Zunächst zeigt er auf, wie Konflikte in der Welt entstehen können. Hungersnöte, Wasserknappheit oder Spannungen zwischen ethnischen oder religiösen Gruppen können zu Konflikten führen, die in Krisenländern oftmals mit Waffen ausgetragen werden. „Wieviel glaubt ihr, kostet in Syrien oder in Afrika eine Kalaschnikow?“, lautet eine weitere Frage. Die meisten Gymnasiasten gehen von relativ hohen Preisen aus, dabei sind es gerade einmal 200 Dollar. Um ihre Familien zu schützen, würden sich viele Familienväter bewaffnen. Hinzu komme eine unkontrollierte Waffenverbreitung, die von einer Kalaschnikow über erbeutete Panzer bis hin zu Massenvernichtungswaffen reicht. Als Beispiel nannte Erbrich den Chemiewaffen-Einsatz in Syrien am 21. März 2013. Ein weiterer Vorfall ereignete sich am 21. August 2013 in den Vororten von Damaskus, bei dem mindestens 1400 Menschen durch Chemiewaffen ums Leben kamen. Wer für den Giftgas-Angriff verantwortlich war, konnte letztlich nicht hundertprozentig geklärt werden.

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