Pakistan: Hitze bringt staatliches Versagen an den Tag


  • Mehr als 830 Hitzetote meldet Pakistan innerhalb von nur vier Tagen. Es ist so heiß, dass manche kaum noch atmen können.
  • Der Ramadan kommt verschärfend hinzu, weil viele Gläubige tagsüber nicht einmal Wasser trinken.
  • Den Menschen im Land wird bewusst, wie ihre Politiker versagen.


Von Arne Perras|Süddeutsche.de

Dramatische Bilder aus Pakistan Hunderte Tote durch Hitzewelle, Foto: AP

Wenn die Pakistaner dieser Tage über das Wetter reden, ist das kein belangloser Smalltalk. Es ist bitterernst, es geht um Leben oder Tod, um den Preis der Armut und auch um das offenkundige Staatsversagen, das von vielen Pakistanern mitverantwortlich gemacht wird für die stündlich steigende Zahl von Opfern. Mehr als 830 Hitzetote meldete das Land innerhalb von nur vier Tagen, viele starben in der Hafenmetropole Karatschi. Die Temperaturen klettern auf 45 Grad Celsius. Die Hitze stülpt sich wie eine Glocke über die östlichen und südlichen Regionen Pakistans, vor allem Sindh. Es ist so heiß, dass manche kaum noch atmen können.

Verschärfend kommt hinzu, dass während des Fastenmonats Ramadan viele Gläubige tagsüber nicht einmal Trinkwasser zu sich nehmen.

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