Bischofsrücktritt in Mexiko: Medien sprechen von Vertuschung


Papst Franziskus hat am Donnerstag den vorzeitigen Rücktritt des mexikanischen Bischofs Gonzalo Galvan Castillo angenommen. Der Vatikan nannte keine inhaltlichen Gründe. Mexikanische Medien verwiesen auf Missbrauchsvorwürfe gegen einen Priester der Diözese Autlan. Auf die 2009 laut gewordenen Anschuldigungen hin habe Galvan den betreffenden Geistlichen lediglich in eine andere Pfarrei versetzt. Galvan, heute 64, stand seit 2004 an der Spitze der Diözese.


kathweb

missbrauch_katholDer Vatikan verwies in seiner Mitteilung zum Rücktritt Galvans auf einen Kirchenrechtsparagrafen, der einen Amtsverzicht dann vorsieht, wenn ein Diözesanbischof „wegen seiner angegriffenen Gesundheit oder aus einem anderen schwerwiegenden Grund nicht mehr recht in der Lage ist, seine Amtsgeschäfte wahrzunehmen“.

Eine mexikanische Zeitung hatte im Juli 2014 über den Fall eines Diözesangeistlichen berichtet, der im Jahr 2009 von einem damals 24-jährigen Mann des sexuellen Missbrauchs beschuldigt worden sein soll. Der Zeitung zufolge ergriff die Diözesanleitung von Autlan nie Disziplinarmaßnahmen gegen den Priester. Zugleich war auch nicht von einem Vorgehen des mutmaßlichen Opfers vor weltlichen Justizinstanzen die Rede.

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