Die Gender-Ideologie spaltet das Land


Gegner des grün-roten Bildungsplans demonstrieren auf dem Schillerplatz in Stuttgart (Archivbild Oktober 2014) ©DPA
Die grün-rote Regierung im „Ländle“ wollte mit ihrem Bildungsplan Minderheiten politische Zugeständnisse machen – und hat damit genau jene Kulturkampfstimmung erzeugt, die Ministerpräsident Kretschmann immer vermeiden wollte.


Von Rüdiger Soldt|Frankfurter Allgemeine

Vor zwei Jahren ließ der sozialdemokratische Wirtschaftsminister Nils Schmid auf dem Neuen Schloss in Stuttgart die Regenbogenfahne der Schwulenbewegung hissen. Es sollte ein symbolischer Akt sein und zeigen, dass sich die Verhältnisse in Baden-Württemberg geändert haben.

Ein früherer CDU-Ministerpräsident hatte den Christopher Street Day als „abstoßend“ bezeichnet. SPD und Grüne wollten es besser machen. Es blieb nicht beim Hissen der Fahne: Im Bildungsplan soll das Thema „sexuelle Vielfalt“ Teil des Querschnittsthemas „Toleranz“ werden. Ein Aktionsplan soll helfen, die Diskriminierung sexueller Minderheiten abzubauen.

Am Wochenende hat ein Bündnis mehrerer, größtenteils christlicher Familienorganisationen mehr als 2500 Bürger auf die Straße gebracht. Sie demonstrierten für den Erhalt der Ehe und gegen eine allumfassende Anwendung der Gender-Theorie; sie fürchten eine „Sexualisierung“ und „Pornographisierung“ des Unterrichts. Diese Befürchtungen sind übertrieben.

weiterlesen