Warum Medien über den Terror berichten


Möchten gerne wissen, wo und wann genau Anschläge stattgefunden haben und ob mit weiteren zu rechnen ist – und zwar bevor die Behörden sie darüber informieren: Urlauber in Tunesien. (Foto: dpa)
Machen sich Journalisten zu Handlangern des internationalen Terrors, indem sie groß über die Anschläge berichten? Dieser Vorwurf fällt immer wieder – vor allem aber von Leuten, die jede Meldung begierig lesen.


Von Ruth Schneeberger|Süddeutsche.de

Terroristen brauchen Öffentlichkeit. Im stillen Kämmerlein Touristen, Journalisten, „Ungläubige“ zu enthaupten oder zu erschießen, bringt kaum den gewünschten Effekt, der da lautet: weltweit Angst und Schrecken zu verbreiten, um die eigene Macht zu vergrößern und weitere Anhänger zu gewinnen. Ohne Berichterstattung kein – falscher – Ruhm, ohne ständige Liveticker zu jedem neuen Attentat wäre zumindest weniger Stilisierung zu Helden innerhalb der Terroristen-Szene möglich. Je mehr Berichterstattung über terroristische Anschläge stattfindet, desto mächtiger werden die Täter und Strippenzieher. Meinen sie.

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