Indonesien legalisiert islamische Zwangsehe minderjähriger Mädchen

Um den moslemischen Ulema zu gefallen, sprach sich der indonesische Verfassungsgerichtshof für die Zulassung von Eheschließungen unter Minderjährigen aus. Bürgerrechtsaktivisten warnen, daß damit der unter Moslems verbreiteten Praxis kombinierter Ehen unter Minderjährigen und vor allem der Zwangsverheiratung minderjähriger Töchter Vorschub geleistet wird.


Katholisches Magazin für Kirche und Kultur

Themenbild rnw.nl
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Teile der Zivilgesellschaft im südostasiatischen Land befinden sich wegen der Entscheidung der Höchstrichter im Aufruhr. Der Verfassungsgerichtshof des größten islamischen Staates der Welt legalisierte Eheschließungen von Minderjährigen. Bisher mußten die Brautleute mindestens 18 Jahre alt sein, um heiraten zu können. Nun setzte der Oberste Gerichtshof das Mindestalter auf 16 Jahre herunter. Menschenrechtsorganisationen fürchten, daß das nur der erste Schritt sei und das Mindestalter bald weiter gesenkt werden oder ganz wegfallen könnte. Entscheidend für das Urteil war die Einflußnahme des Indonesischen Ulema-Rates (MUI). Bürgerrechtsorganisationen sprechen von einem „gefährlichen Präzedenzfalle“.

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Schwerewellen verursachen Kobold-Blitze

Falschfarben-Aufnahme von Sprites über einem Gewitter in Kansas aus dem Jahr 2000 © Walter Lyons, FMA Research, Fort Collins, Colorado
Rätselhafte Himmelslichter: Blitzeinschläge am Boden können auch oberhalb von Gewitterwolken spektakuläre Entladungen fast bis in 100 Kilometer Höhe auslösen. Einen wichtigen Faktor bei der Entstehung dieser „Sprites“ haben Wissenschaftler nun ausgemacht: Schwerewellen in der oberen Atmosphäre verstärken demnach Störungen in elektrischen Feldern und lassen so die Blitze auch weit nach oben ausschlagen, schreiben die Forscher im Journal „Nature Communications“.


scinexx

Die Blitze bei einem starke Gewitter bieten schon vom Boden aus gesehen einen spektakulären Anblick. Trotz intensiver Gewitterforschung werfen sie jedoch noch viele Fragen auf – und noch viel rätselhafter ist, was oberhalb einer Gewitterwolke geschieht: Bei starken Blitzeinschlägen flackern dort ebenfalls elektrische Entladungen bis in Höhen von 80 Kilometern in der Mesosphäre, oberhalb der Stratosphäre. Wie sie so flüchtig und rätselhaft sind, erhielten diese Blitze die Bezeichung „Sprites“, englisch für „Kobolde“. Wissenschaftlich belegt sie erst seit 1989. Wie sie entstehen ist aber noch weitgehend unklar.

Feuerwerk in der Mesosphäre

Sprites sind manchmal bei Nacht mit bloßem Auge vom Boden aus erkennbar, die meisten Aufnahmen stammen aber bisher von Flugzeugen, Space Shuttles oder der Internationalen Raumstation. Sie sind meist rötlich gefärbt und erscheinen wie eine Stichflamme, die sich nach oben verzweigt. Viele haben auch strahlenartige Ausläufer nach unten und erinnern geradezu an eine explodierende Feuerwerksrakete – allerdings mit einem Lichterspiel von bis zu 50 Kilometern im Umkreis.

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Katholische Akademie – entstanden in der DDR

Die Katholische Akademie feiert das 25. Jubiläum ihres Bestehens. Gefeiert wurde in Mitte. Die Festrede hielt Monika Grütters


Von Benjamin Lassiwe|DER TAGESSPIEGEL

Bild: tilly
Bild: tilly

Ein schlichter weißer Altar steht im holzgetäfelten Tagungsraum der Katholischen Akademie in der Hannoverschen Straße 5 in Mitte. Dichtgedrängt sitzen die Menschen im Saal, doch die Plätze reichen nicht an diesem Sonntag. Die Heilige Messe muss auf Monitoren ins Foyer übertragen werden. Der Grund für den eher ungewohnten Andrang: Es gibt etwas zu feiern. Vor 25 Jahren, im Frühjahr 1990, beschloss die damalige „Berliner Bischofskonferenz“, die Gemeinschaft der katholischen Bischöfe in der Noch-DDR, die Gründung einer Katholischen Akademie im Herzen der Hauptstadt.

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Tochter von Sarah Palin: Zweite Schwangerschaft war angeblich geplant

Bild. The Huffington Post
Bristol Palin (24, „Not Afraid of Life: My Journey So Far“), die Tochter der ehemaligen republikanischen US-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin (51), sorgt mit ihrer zweiten unehelichen Schwangerschaft für Wirbel. 


The Huffington Post

Über ihren Blog auf einer religiösen Webseite setzt sich die werdende Mutter nun gegen kritische Stimmen zur Wehr. „Diese Schwangerschaft war tatsächlich geplant“, so die Politiker-Tochter. Sie bereue es keineswegs, wieder schwanger zu sein. „Dieses Baby ist keine Enttäuschung und ich kann es gar nicht erwarten, Mutter von zwei Kindern zu sein“, führt sie ihren mit „Mein kleiner Segen“ überschriebenen Blogeintrag fort.

Bei der Bekanntgabe ihrer zweiten Schwangerschaft hatte Bristol Palin auf ihrem Blog geschrieben, dass die Nachricht eine „riesige Enttäuschung für meine Familie und meine engsten Freunde“ gewesen sei. 2008 musste ihre konservative und streng religiöse Mutter Sarah Palin während des Präsidentschaftswahlkampfs einräumen, dass ihre damals noch minderjährige Tochter unehelich schwanger sei. Sohn Tripp ist inzwischen sechs Jahre alt.

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Das nächste große Schlachtfeld ist Europa

Foto: Infografik Die Welt
Vor einem Jahr rief der IS sein Kalifat aus. Jetzt bereiten die islamistischen Terroristen eine neue Strategie vor. Systematisch schleusen sie Kämpfer über Flüchtlingsrouten in die EU.


Von Alfred Hackensberger|DIE WELT

Lorenz Berger ist immer noch fahl im Gesicht. Die Woche in Gefangenschaft der Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat Spuren hinterlassen. Sein Rücken schmerzt von den Gewehr- und Stockschlägen, die er für das Kruzifix an seiner Halskette bezog. Das verseuchte Wasser, das er trinken musste, verursacht ihm immer noch Magenkrämpfe. Berger heißt in Wirklichkeit anders, und mit Extrembedingungen kann er umgehen. Er war mal Soldat und ist schon länger im Nahen Osten unterwegs, für wechselnde europäische Geheimdienste, als freischaffender Agent sozusagen.

Doch in jenen Tagen in Nordsyrien glaubte er nicht, dass er noch einmal lebend davonkommen würde. Dann fielen die Bomben der Luftwaffe von Diktator Assad. Unter Bergers Peinigern brach Panik aus. Als einer von ihnen tot in der Ecke lag, griff Berger sich dessen Gewehr, stürmte los und schoss sich den Weg frei. „Ich sehe noch die Überraschung in den Augen der Männer“, erinnert er sich. „Aber als sie mich bemerkten, war es schon zu spät für sie.“

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Warum wir die Kirchen brauchen

Die Verdrängung des Religiösen ins rein Private ist weder liberal noch gemeinwohldienlich. Empirische Studien belegen die Bedeutung des Glaubens für die gesellschaftliche Integration


Von Andreas Püttmann|Cicero

passion-christi_kreuzigung_360In seinem Plädoyer „Nehmt den Kirchen ihre Privilegien“ nimmt Timo Stein die Forderung des Zentralrats der Muslime nach einer offiziellen politischen Vertretung in Berlin – vergleichbar denen von EKD und katholischer Bischofskonferenz – zum Anlass, Tabula rasa zu machen: Weg mit der ganzen „Verquickung von Staat und Religion“! Weg mit der von den Kirchen gesuchten „staatlichen Nähe und Alimentierung“! Weg mit der „Sonderrolle beim Arbeitsrecht“! Weg mit „steuerlichen Begünstigungen“, dem Recht, „Steuern zu erheben“ und der Mitwirkung der faktischen „Staatskirchen“ in „staatlichen Beiräten“. Mehr „Augenhöhe“ von Kirchen und Islamverbänden „auf einem möglichst niedrigen Niveau“, im Sinne einer „Gleichstellung nach unten“! Statt weiterer Verteilung des „Subventionskuchens“ bitte eine „Kuchenzurückholungsaktion ganz im Sinne des Grundgesetzes. Säkular und frei“! Das Brüllen des laizistischen Löwen kommt gut an: über 3000 Facebook-Likes!

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Zeman: „Flüchtlinge erleichtern Expansion des IS“

Der tschechische Präsident sieht in den Migrationsströmen ein „Sicherheitsrisiko“ und wirft dem Westen „Feigheit“ und „Dummheit“ vor.


Die Presse

Der tschechische Präsident Milos Zeman hat vor den Flüchtlingen aus dem Nahen Osten und Afrika als Sicherheitsrisiko gewarnt. Durch die Aufnahme von Flüchtlingen werde die Expansion des „Islamischen Staates“ (IS) nach Europa erleichtert, erklärte Zeman gegenüber dem Nachrichtenportal „Parlamentnilisty.cz“. Gleichzeitig warf er dem Westen eine „Appeasement-Politik“ gegenüber dem IS vor.

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Tod eines Punks

  • Vor 15 Jahren starb in Eberswalde der Punk Falko Lüdtke – sein Tod wird von den Forschern als eindeutig politisch motiviert bewertet.
  • Es gibt eine große Diskrepanz zwischen offizieller Statistik von Todesopfern rechtsextremer Gewalt und Recherchen von Journalisten und Stiftungen.
  • Als erstes Bundesland hat Brandenburg eine externe Forschungsstelle damit beauftragt, Altfälle zu überprüfen: Die Forscher kommen in neun Fällen zu dem Ergebnis, dass die Taten politisch motiviert waren.


Von Antonie Rietzschel|Süddeutsche.de

Mike B. trug ein Hakenkreuz am Hinterkopf. Der Punk Falko Lüdtke sprach ihn darauf an – das war sein Todesurteil. (Foto: Illustration: Yinfinity)

Der Taxifahrer kann nicht mehr bremsen. Der Körper von Falko Lüdtke knallt gegen die Motorhaube des Autos, zerschlägt die Windschutzscheibe, wird hochgeschleudert und bleibt leblos auf der Straße liegen. Zwei Stunden später stirbt Falko Lüdtke im Krankenhaus an einem Lungenriss. Was am 30. Mai 2000 an der Bushaltestelle Spechthausenerstraße in der brandenburgischen Stadt Eberswalde geschah, war jedoch kein einfacher Verkehrsunfall.

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Massaker in Tunesien: Wieso hielt niemand den Attentäter auf?

Bild: @SkyNews/Twitter
Bild: @SkyNews/Twitter
Ein junger Mann in Shirt und Shorts schlendert einen belebten Strand entlang – ein Maschinengewehr in der Hand. Das Foto entstand Momente, bevor der Student Seifeddine Rezgui Yacoubi (23) mit der Waffe 39 Menschen niedermäht, offenbar gezielt Europäer.


Von Stephanie Lamprecht|Berliner Kurier

Britische Touristen berichten, dass der Attentäter übers Meer kam. Er soll mit einem Jet-Ski an den Strand gefahren sein, sich kurz im Meer gewaschen und sich einen Moment auf einer Sonnenliege ausgeruht haben. Dann habe er die Waffe aus einem eingeklappten Sonnenschirm gezogen und sei ruhig am Strand entlanggewandert, bevor er das Feuer auf die Urlauber eröffnete.

Junge Tunesier schrien ihren Landsmann verzweifelt an, lieber sie zu erschießen, statt der Touristen. Seine Antwort sei gewesen: „Ich will euch nicht erschießen.“ Augenzeugen berichten, wie sie sich tot stellten, um ihr Leben zu retten. Während viele Opfer am Strand verbluteten, ging Yacoubi in das Hotel „Imperial Marhaba“, tötete weitere Menschen, kehrte an den Strand zurück.

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Warum der Mordparagraf geändert werden muss

  • Der Mordparagraf ist überholt – darüber ist man sich in Justizkreisen weitgehend einig.
  • Vor allem die Festlegung auf eine lebenslange Haftstrafe und das Mordmerkmal „Heimtücke“ werden von Kritikern angeprangert.
  • Eine vom Justizministerium eingesetzte Expertenkommission stellt heute ihren Abschlussbericht vor.

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Süddeutsche.de

Aus der Nazizeit, ungenau, unpassend für das moderne Strafrecht: Die Kritik an Paragraf 211 des Strafgesetzbuchs (StGB), dem „Mordparagrafen“, gibt es seit Jahrzehnten. Seit Mai 2014 befasst sich eine von Bundesjustizminister Heiko Maas eingesetzte Expertenkommission mit einer Reform der Gesetze zu Tötungsdelikten – an diesem Montag werden die Ergebnisse vorgestellt.

Worum geht es?

Das Strafgesetzbuch unterscheidet zwischen Mord und Totschlag: Als Mörder ist demnach zu bestrafen, wer einen Menschen mit Methoden oder aus Motiven tötet, die die Gesellschaft besonders ablehnt. Das Strafgesetzbuch kleidet diese Anforderungen in sogenannte Mordmerkmale: Mörder ist demnach, wer etwa „aus Habgier“ tötet, „heimtückisch oder grausam“ oder „aus niedrigen Beweggründen“. Die dafür vorgesehene Ahndung ist eindeutig: „Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft“, heißt es in Paragraf 211 des Strafgesetzbuches.

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Regenbogen: Zeichen für den Bund Gottes und nicht für Schwule

Johannes Hartl kritisiert Missbrauch des Regenbogens und zum Propagieren des Wortes „Stolz“ durch die Homobewegung: „celebrate pride“ halte er für einen „aussagekräftigen Titel“.


kath.net

Bild: bpb.de
Bild: bpb.de

Der bekannte katholische Theologe Johannes Hartl, Gründer des Gebetshauses Augsburg, hat sich am Montag kritisch zur Homosexuellenbewegung und zum Missbrauch des Regenbogens geäußert. „Ja, auch ich setze jetzt öffentlich und ohne Scham ein Zeichen!! Und zwar für die Treue zu Gottes Bund mit Noah. (Das Symbol dazu wird in jeder Kinderbibel erklärt).“ Hartl verwies dazu auf das Buch Genesis in der Heiligen Schrift: „Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen, allen Wesen aus Fleisch auf der Erde.“ (Gen 9,16)

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Keine Einsicht in Bundeswehrakte von Uwe Mundlos für Springer-Verlag

Das Verwaltungsgericht Köln – von Raymond – Raimond Spekking (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 oder GFDL], via Wikimedia Commons
Die Bundeswehrakten des toten NSU-Mitglieds Uwe Mundlos sind nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Köln Verschlussache. Ihre Veröffentlichung könne sich negativ auf „sicherheitsempfindliche Belange“ Deutschlands auswirken.


MiGAZIN

Der Axel-Springer-Verlag erhält keine Einsicht in die Bundeswehrakten des toten NSU-Mitglieds Uwe Mundlos. Das Verwaltungsgericht Köln entschied in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil, dass das Bundesverteidigungsministerium die Akten des früheren Soldaten nicht herausgeben muss. (AZ: 13 K 3809/13)

Mundlos, der Mitglied der Terrororganisation „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) war und 2011 starb, leistete von April 1994 bis März 1995 im thüringischen Bad Frankenhausen seinen Wehrdienst ab. Bereits dort soll er wegen seiner rechtsextremen Einstellung aufgefallen sein.

Der Berliner Springer-Verlag hatte nach Gerichtsangaben bereits im Herbst 2012 beim Verteidigungsministerium Einsicht in die Akten beantragt und sich auf das Informationsfreiheitsgesetz berufen. Das Ministerium lehnte dies ab und verwies darauf, dass es sich um Personalakten und Dokumente des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) handele, die vom Informationsfreiheitsgesetz ausgenommen seien.

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Bigott: Umstrittene Werbekampagne für ‚Traumbusen‘

Evangelisches Krankenhaus stoppt Zusammenarbeit mit einer Agentur – Zuvor hatte der Hessische Rundfunk über die Werbekampagne berichtet.


kath.net

Bild: medical-partners.de

Wegen einer umstrittenen Werbung für Schönheitsoperationen hat das Evangelische Krankenhaus Mittelhessen in Gießen die Zusammenarbeit mit der Agentur „DS Deutscher Ärzte Service GmbH“ (Würzburg) beendet. Sie vermittelt unter anderem Frauen, die eine Brustvergrößerung vornehmen lassen wollen, an Kliniken und Arztpraxen. Die Agentur wirbt in Anzeigen mit der Überschrift „Traumbusen für 2.999 Euro“. Zugleich wird eine Ratenzahlung angeboten. Daneben ist eine junge Frau mit üppiger Oberweite im Bikini zu sehen. „Diese Form der Werbung entspricht nicht dem Stil unseres Hauses“, sagte der Leiter der Unternehmenskommunikation von Agaplesion, demLeiter der Unternehmenskommunikation von Agaplesion, (Frankfurt am Main), auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. „Da wir keinen Einfluss auf die Art der Werbung nehmen können, die der Deutsche Ärzte Service betreibt, haben wir die Zusammenarbeit mit ihm beendet.“ Zuvor hatte der Hessische Rundfunk über die Werbekampagne berichtet. Wie Drenger gegenüber idea weiter erläuterte, sind die Anzeigen inhaltlich zwar nicht falsch. Es falle jedoch „der sorglose Umgang mit einer Operation auf, die ja wie jeder Eingriff auch Risiken beinhaltet“.

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Dozentin darf Studenten nicht zum Gendern zwingen

Der Verkehrswesenstudent Sebastian Zidek hat durchgesetzt, dass er seine Prüfungs- und Seminararbeiten an der Technischen Universität Berlin nicht mit Binnen-Is, Sternchen oder Unterstrichen in Personenbezeichnungen versehen muss.


Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

TU Berlin. Foto: Pressestelle / Ulrich Dahl

Stein des Anstoßes waren die Richtlinien des Seminars „Einführung in das Verkehrswesen“, in denen es hieß, eine „gendersensible Sprache“ werde „in einer wissenschaftlichen Arbeit erwartet“. Begründet wurde die Forderung am Ende des Absatzes lediglich mit dem Verweis „BMFSFJ 2012“. Zideks wissenschaftliche Neugier ließ ihn diese Behauptung nicht einfach schlucken. Stattdessen schrieb er auf den Rat des Portals ScienceFiles hin die Dozentin an und verlangte weitere Erläuterungen dazu .

Die Dozentin schrieb ihm zurück, das Gendern sei „eine Vorgabe seitens der TU Berlin“, deren Nichtberücksichtigung einen Punktabzug zur Folge habe. Außerdem habe es sich „inzwischen als gesellschaftlicher Konsens auch in wissenschaftlichen Ausarbeitungen niedergeschlagen“. Und wenn er sich entschließe, eine Prüfung oder Seminararbeit stattdessen nur auf Wissenschaftlichkeit und Lesbarkeit hin auszurichten und dafür eine schlechtere Note bekomme, dann werde ihm „alles diskutieren“ nichts helfen.

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Nicht deutsch genug, um als Heimatvertriebene zu gelten

Eine Passage der Gauck-Rede zum Gedenktag für Flucht und Vertreibung sorgt für Diskussionen


Von Peter Nowak|TELEPOLIS

Am 20. Juni wurde erstmals ein Gedenktag für Flucht und Vertreibung bundesweit begangen. Spontan fällt einem kritischen Zeitgenossen ein, dass es ist natürlich sinnvoll ist, an die vielen Opfern der europäischen und speziell auch deutschen Flüchtlingspolitik zu erinnern.

Täglich erfahren wir, dass Geflüchtete im Mittelmeer ertrinken oder schon vorher auf den Transitwegen in Afrika ausgeraubt und ermordet werden. Wer es bis nach Deutschland schafft, ist vor Angriffen von Pegida-Deutschen der unterschiedlichen Couleur nicht sicher, wie sich in diesen Tagen im sächsischen Freital zeigte, wo schließlich zivilgesellschaftliche Initiativen verhinderten, dass sich Szenen, wie wir sie vor mehr als zwei Jahrzehnten in Hoyerswerda, Rostock etc. gesehen haben, wiederholten. Dort wurden Flüchtlingsheime unter dem Beifall von applaudierenden Wutbürgern attackiert und in Brand gesetzt.

Zu gedenken wäre auch den Opfern einer staatlichen Flüchtlingspolitik, die aus Angst vor Abschiebungen, oder weil sie Stigmatisierungen und Abschiebedrohungen nicht mehr aushielten, die Pulsadern aufschnitten, sich erhängten oder durch das Trinken von giftiger Chemikalien ihren Leben ein Ende setzten. Seit mehr als 20 Jahren liefert eine Arbeitsgruppe der Berliner Antirassistischen Initiative mit einer jährlich aktualisierten Dokumentation der tödlichen Folgen der bundesdeutschen Flüchtlingspolitik Nachweise für solche Verzweiflungstaten.

Dieser Aspekt kam auch bei den vom Zentrum für politische Schönheit initiierten Kampagne „Die Toten kommen“ zu kurz. In vielen deutschen Städten sind Gräber ausgehoben worden, an denen den unbekannten Toten im Mittelmeer gedacht wird. Nicht überall sind die Gräber gleich wieder eingeebnet worden wie vor dem Bundestag.

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Das lebensferne Nein der CDU zur Ehe für alle

In Deutschland stellt sich die Bundesregierung im Umgang mit der Ehe-Freigabe für alle weiterhin quer – obwohl der Kampf längst verloren ist. Foto: dpa
Während das Oberste Gericht in den USA die Ehe für alle freigibt, weigert sich die CDU weiter beharrlich – nicht mit Argumenten, sondern mit Verfahrenstricks. Sie versucht damit, einen längst verlorenen Posten irgendwie zu halten.


Von Holger Schmale|Berliner Zeitung

Das Oberste Gericht der USA verkündet stets vor der Sommerpause wichtige Urteile – es mag Zufall sein, dass seine Entscheidung zur Ehe für alle in die Tage der Christopher-Street-Feste gefallen ist. Ein besseres Datum aber hätten die Richter nicht finden können. Die Ehe ist ein Grundrecht, das schwulen oder lesbischen Paaren nicht verweigert werden darf, so klar lautet das Urteil aus Washington. Eine große Mehrheit im Bundestag sieht das genauso, und die Mehrheit der Bundesbürger auch.

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Ägypten und Deutschland: alternativloses „business as usual“?

Ein Rekordauftrag für die Firma Siemens und warum es sich die deutsche Regierung leisten könnte, die Machthaber deutlicher auf ihre Repressionspolitik anzusprechen


Von Martin Hoffmann|TELEPOLIS

Präsident al-Sisi, Bild: businessinsider.com/bearb.:BB
Präsident al-Sisi, Bild: businessinsider.com/bearb.:BB

Die Normalisierung der Beziehungen mit dem autoritären ägyptischen Regime unter Ex-General Al-Sisi ist nicht so alternativlos, wie sie in Deutschland bisweilen dargestellt wird. Die ägyptische Regierung kann sich nicht langfristig darauf verlassen, von den Golfstaaten finanziert zu werden. Sie ist letztendlich auch auf Investitionen und Know-How aus Deutschland und Europa angewiesen.

Rückblickend betrachtet war der Weg zum roten Teppich, der dem ägyptischen Staatspräsident Al-Sisi bei seinem Staatsbesuch in Berlin Anfang Juni ausgerollt wurde, ziemlich kurz. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel war bereits im März in Sharm-Al-Sheikh zu Besuch, wo die ägyptische Regierung durch eine Investorenkonferenz versuchte, das angeschlagene Image des Landes als Investitionsziel zu verbessern.

Im Mai folgte ihm Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der in Kairo nicht nur Präsident Al-Sisi traf, sondern auch den Großscheich der traditionsreichen Al-Azhar-Universität, Ahmad al-Tayyib. Im Zentrum der Gespräche während des Staatsbesuchs soll vor allem die Terrorismusbekämpfung gestanden haben. Die Signale der Bundesregierung, die autoritäre ägyptische Regierung wie vor den arabischen Umstürzen wieder primär als Partner im Kampf gegen den Terrorismus und nicht als anti-demokratischen Dorn im Auge zu sehen, waren eindeutig.

Bis dato galt als deutsche Bedingung für einen möglichen Staatsbesuch Al-Sisis in Berlin jedoch noch das Abhalten von Parlamentswahlen, die ursprünglich für den März diesen Jahres angesetzt waren. Letztlich ließ die Bundesregierung auch diese Forderung fallen und rollte dem autoritär herrschenden Ex-General ohne Bedingungen den roten Teppich aus.

Wie kam es dazu? Manche Beobachter gehen davon aus, dass abgesehen von den klaren Koordinaten, die Al-Sisi angesichts des Chaos in der Region einer verunsicherten deutschen und europäischen Nahost-Politik anbieten kann, auch ein sehr handfestes Angebot von ägyptischer Seite den Ausschlag gab.

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Der Hetzer aus dem Sauerland

In der radikalen Salafisten-Szene ist er ein Star: Hasan Keskin verteufelt den Staat, propagiert den Dschihad und folgte Befehlen deutscher Terroristen. Bisher nicht er nicht zu stoppen


Von Axel Spilker|FOCUS ONLINE

KoranHasan Keskin, 30, folgt einer Mission: „Wahre Muslime“ bekriegen „Ungläubige“. Unterlegt mit Maschinengewehrsalven, droht der radikal-islamische Salafist aus dem sauerländischen Hemer im Internet Andersdenkenden mit dem ewigen „Höllenfeuer“. Einmal in Fahrt, fordert der Deutschtürke gar die Todesstrafe für all jene Muslime, die nicht beten.

Die kruden Tiraden stammen von einem Mann, den die Staatsschützer als eine Schlüsselfigur in der gewaltbereiten Islamistenszene ansehen. Keskin alias Abu Ibrahim gilt nach FOCUS-Informationen als hiesiger Statthalter führender deutschsprachiger Kämpfer der Terrormilizen Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak. Laut Bundesinnenministerium infiziert er junge Leute mit radikalem Gedankengut und setzt Dschihad-Propaganda seiner Anführer aus Syrien ins Internet. „Er ist die Spinne im Netz“, meint ein Staatsschützer. Bisher aber ist er nicht zu stoppen.

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White supremacist who inspired Dylann Roof calls Charleston ‘a preview of coming attractions’

Harold Covington (YouTube)
Dylann Roof refers to Harold Covington’s white separatist group, the Northwest Front, in his alleged manifesto. The rightwing sci-fi writer distances himself from the shooting, but his followers speculate if his work influenced Roof’s actions.


By Sam Thielman|The Guardian|RawStory

One of the shadowy figures who appears to have influenced alleged Charleston killer Dylann Roof is Harold Covington, the founder of a white separatist movement and, within supremacist circles, an influential sci-fi author. Covington, the latest in a long line of rightwing sci-fi writers, has been linked to racist crimes in the past and this week called the massacre “a preview of coming attractions”.

The racist manifesto and photos apparently posted by Roof makes mention of the Northwest Front, created by Covington, a former member of the American Nazi party who traveled to South Africa and Rhodesia in order to agitate for white power. In the accompanying photos, Roof wore patches with Rhodesian and apartheid-era South African flags on them.

Covington, if you believe his website, runs a growing enclave of white supremacists near Seattle called the Northwest Front. The non-profit group is reflected in a series of sci-fi novels, authored by Covington, about a dystopian future in which a white nation is the only answer to US economic and racial woes.

American science fiction has long had a rightward tilt, from the contemporary strain of small-press sci-fi Tea Party fantasias swarming the Hugo Awards nominations all the way back to libertarian deity Ayn Rand. But Covington’s novels are a breed apart.

His followers see conspiracy in Covington’s connections to Roof. “And why did this young man have a flight jacket with flag patches from the old White ruled southern African countries, which is where HAC spent part of his early days in the Cause, hmmm,” wrote a commenter called Wingnut under a recent podcast on the Northwest website. “Wonder if they’ll ‘find’ a pile of NF-HAC stuff in this young man’s home? Then they can pull one of those ‘the devil made me do it’ numbers on HAC.”

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Vorstellung der Wiedergeburt schwächt christlichen Auferstehungsglauben

Image: scholemanfriends.com
Papst Franziskus hat die Christen aufgerufen, fest auf die Auferstehung und das ewige Leben zu vertrauen. „Das ganze Evangelium ist im Licht dieses Glaubens geschrieben: Jesus ist auferstanden, hat den Tod besiegt und durch diesen Sieg werden auch wir auferstehen“, sagte er am Sonntag bei seinem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz.


kathweb
„Wir alle hier auf dem Platz werden uns im Haus des Herrn wiederbegegnen“, so Franziskus vor mehreren Zehntausend Pilgern und Besuchern. Wer wirklich an Jesus und die Auferstehung glaube, werde von ihm aufgenommen, erlange Vergebung und das ewige Leben. Auferstehung darf nach Franziskus‘ Worten aber nicht mit Wiedergeburt verwechselt werden, wie es einige täten. Diese Anschauung trübe und schwäche den christlichen Glauben, betont er.

Der Papst bezog sich mit seinen Ausführungen auf den Bericht im fünften Kapitel des Markusevangeliums. Darin erweckt Jesus ein zwölfjähriges, kurz zuvor verstorbenes Mädchen wieder zum Leben, indem er dessen Hand nimmt. Eine Frau, die wegen dauernder Blutungen als unrein aus der Gesellschaft ausgestoßen wurde, wird durch die Berührung von Jesu Gewand von ihrem Leiden geheilt. In dem Kapitel bezeichnet Jesus den festen Glauben an Gottes Kraft als die Bedingung für die Überwindung von Krankheit und Tod.