Ratten träumen von Orten, an denen sie gerne wären


Bild: ratten.de
Mit Hilfe von Elektroden lauschen Forscher die Träume schlafender Ratten ab. Es zeigt sich: In Gehirn der Tiere geht so einiges vor sich.


Von Jan Dönges|Spektrum.de

Ratten können von einem Ort träumen, obwohl sie ihn noch nie besucht, sondern nur gesehen haben. Das zeigt jetzt eine Studie von Hirnforschern um Hugo Spiers vom University College London, die das Gehirn der schlafenden Tiere mit Elektroden angezapft haben. Offenbar verfügen die Tiere also über ein gewisses Maß an Vorstellungsvermögen.

Die Träume einer Ratte zu erforschen, ist möglich dank der Aktivität so genannter Ortszellen in ihrem Hippocampus. Jede dieser Zellen spezialisiert sich auf einen bestimmten Punkt in der Umgebung des Tiers und wird immer dann aktiv, wenn die Ratte an diesen Ort gelangt. Schläft das Tier, beginnen die Ortszellen erneut zu feuern, wobei die Reihenfolge, in der sie aktiv werden, nahelegt, dass die Ratte gedanklich durch ihren Käfig läuft.

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