Wir brauchen Hirn: Boxen und Beten


Bild: o-ringen.nl
Boxen ist eine gute Übung für christliche Nächstenliebe, findet Gabriel Hörster. Deshalb trainiert der Religionslehrer seine Schüler im Kampfsport. Und das tut schüchternen Mädchen ebenso gut wie Schlägertypen.


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Dumpfe Schläge sind in der Turnhalle des Esslinger Mörike-Gymnasiums zu hören. Dazwischen die Stimme von Gabriel Hörster: „Links-links, rechts, uppercut!“ Etwa 25 unterschiedliche Trainingspartner üben Schlagkombinationen. Fünftklässler boxen in die Handschuhe von großen Typen aus der zehnten Klasse, Mädchen trainieren mit Jungen. In der Box-Arbeitsgemeinschaft wird einmal in der Woche in der Mittagspause nicht gegeneinander, sondern miteinander trainiert.

Der Boxtrainer ist ein Religionslehrer. Für Finn aus der Klasse 6b ist das kein Problem. Direkt vor der Box-AG hatte er eine Stunde Evangelische Religion bei dem 32-Jährigen. „Wir lernen in der Box-AG Respekt“, sagt Finn, „Schwächere darf man nicht so hart schlagen, das hat auch etwas mit Religion zu tun.“

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