Ohne Frauen könnte die Kirche zusperren


Starke Frauen braucht die Kirche. Elisabeth Rathgeb (l.) und Maria Plankensteiner haben eine Männerdomäne durchbrochen. © Thomas Boehm / TT
Von Gleichberechtigung ist die katholische Kirche weit entfernt. Das Priesteramt ist Männern vorbehalten. Doch das wird sich ändern, sind Elisabeth Rathgeb und Maria Plankensteiner überzeugt. Beide bekleiden wichtige Funktionen in der Diözese Innsbruck – als erste Frauen überhaupt.


Von Markus Schramek|Tiroler Tageszeitung Online

Frauen an die Macht? Das spielt es in der katholischen Kirche noch lange nicht. Geistliche Würdenträger männlichen Geschlechts stehen im Vordergrund. Doch dahinter wirken Frauen an einflussreichen Stellen.

In der Diözese Innsbruck leitet die Theologin Elisabeth Rathgeb (48) seit 2005 das Seelsorgeamt. Sie ist Ansprechpartnerin für jene Menschen, die in den Pfarren mitarbeiten. Ganz neu und noch gar nicht richtig im Amt ist Maria Plankensteiner. Die 55-jährige Vorarlbergerin hat Religionspädagogik und Germanistik studiert. Derzeit leitet sie die Schule für Sozialbetreuungsberufe in Innsbruck. Per 1. September wechselt Plankensteiner an die Spitze des Schulamts der Diözese. Sie übernimmt damit die Aufsicht über den Religionsunterricht an den Schulen.

Rathgeb und Plankensteiner sind die ersten Frauen in diesen hohen Kirchenfunktionen. Kein Zufall, wie im Gespräch mit beiden klar wird. Denn ohne engagierte Frauen sähe es in der Kirche mit all ihren Problemen deutlich finsterer aus.

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