Anklage fordert lange Haft für Syrienkämpfer


Der 27 Jahre alte Deutsche Harun P. soll als Mitglied der Gruppe ‚Junud Al-Sham‘ am Terror in Syrien beteiligt gewesen zu sein. (Foto: dpa)
Die Münchner Staatsanwaltschaft wirft dem Syrien-Rückkehrer Harun P. Mord vor. Das Gericht hatte einen Deal vereinbart – durch den der 27-Jährige einer lebenslangen Haftstrafe entrinnt.


Von Annette Ramelsberger|Süddeutsche.de

Der Mann ist in München geboren und hier aufgewachsen. Doch dann brach er drei Lehren ab, trennte sich von seiner langjährigen Freundin und schloss sich dem radikalen Islamismus an. Am Ende ging er nach Syrien in den Dschihad. Harun P. ist der erste Syrienkämpfer, dem nach seiner Rückkehr wegen eines Mordvorwurfs in Deutschland der Prozess gemacht wird.

Seit Frühjahr wird vor dem Oberlandesgericht München verhandelt, nun hat die Bundesanwaltschaft 13 Jahre und sechs Monate Haft für den 27 Jahre alten Mann gefordert – es ist auch ein Zeichen dafür, was rückkehrwillige Dschihadisten zu erwarten haben. Die Verteidigung plädierte auf zehn Jahre.

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